Die Prophezeiung

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    • Die Prophezeiung

      Die Prophezeiung – zweifelhafte Erinnerungen

      Es war Sommer, in einer Zeit wo die Gegensätze von Licht und Schatten, Reichtum und Armut, Hoffnung und Verzweiflung nicht größer hätten sein können. Es war die Zeit des großen Abyskrieges, der unzählige Opfer gefordert hatte und dessen Ausgang nur durch den Schatten einer zweifelhaften Prophezeiung gelenkt wurde. Der Abys - ein Reich zwischen zwei Welten, die so unterschiedlich waren, wie ihre Bewohner selbst. Auf einer Seite die Eloyes – verwöhnt vom Reichtum und vom Glanze ihrer selbst und auf der anderen Seite die Asmodier, dessen düstere Welt sie infiziert hatte und ihre sonst so friedvolle Seele vergiftet hat. Zwei untereinander verfeindete Welten - unterdrückt und gepeinigt von den Balaur – eine unmenschliche Rasse, dessen Herkunft keiner kannte und gefürchtet waren wie der Abgrund der Hölle selbst.

      „Shakiru, wartet auf mich!“, „Kommt endlich, der Stadtherr verlangt nach mir und ich will ihn nicht warten lassen!“, „Ihr mögt Ihn – gebt es zu!“, „Nein, wie kommt ihr darauf! Ich bin mir meiner Pflicht als Deava bewusst und ihr solltet es auch sein, also schickt euch!“ Ein verlegenes Lächeln blitze über das Gesicht der wunderschönen Deava, die mit ihrem treuen Begleiter Tako auf dem Weg zum Stadthalter war. „Lasst uns den Ätherflug nutzen, ich kann nicht mehr!“ lechzte Tako. „Den kann ich mir im Moment nicht leisten, also tut etwas für Euren offenbar stetig wachsenden Leib und lauft schneller!“ Shakiru musste sich merklich anstrengen nicht in Gelächter zu verfallen, denn wenn Sie sich ihren treuen Freund so anschaute, sah sie einen kleinen dicken Shugo, den Ihr Vater vor Jahren aus dem Abys gerettet hatte, damals kurz vorm Verhungern, geschwächt und kaum noch lebendig und heute beinahe genauso breit wie groß. „Offenbar hat es Eure neue Familie sehr gut mit Euch gemeint und verwöhnen Euch zu sehr“ sagte Shakiru versucht ernst, doch auch dieses Mal konnte Sie sich ein Lächeln nicht verkneifen. Sie war ein sehr lebensfroher Mensch, geprägt vom aufrichtigen und friedvollen Wesen Ihres Vaters. Ihre Mutter verstarb zu Beginn des Krieges als das Tor zum Abys geöffnet wurde und die Balaur das erste Mal ihren Streifzug über das Land der Eloyes machten und mit ihren mächtigen Schlachtschiffen alles niedermetzelten, was ihnen in den Weg kam. Ihr Vater hatte diesen Umstand nie überwunden und doch versuchte er für seine einzige Tochter stark zu sein und erzog sie auf eine Weise, die – so hofft er – der Erziehung seiner Frau gleich käme. Er war stolz auf seine Tochter, die ihrer Mutter immer ähnlicher wurde. Sie trug eine Aufrichtigkeit und Güte in sich, die überall wo sie hinkam für Herzenswärme sorgte. Er hatte ständig Angst um Sie doch er wollte Sie nicht einengen und so versuchte er ihr nicht zu viele Vorschriften zu machen und war froh, dass Tako sie überall hin folgte und auf sie aufpasste.

      „Halt!“ schallte es von einer Wachen des Miraju-Ordens, als Shakiru und Tako die Tore der Stadt Sanctum erreichten. „Seien Sie gegrüßt der edle Herr, der Stadthalter erwartet mich und ich muss mich sputen.“ , rief Shakiru etwas außer Atem. „Warten Sie, ich begleite Sie!“ antwortete er nun mit etwas entspannter Stimme während er ihr entgegeneilte. Die Wachen von Sanctum waren alles große und starke Männer und Frauen, die eigens vom Stadthalter rekrutiert wurden und Jahre auf ihre Aufgabe vorbereitet wurden. Sie zogen unermüdlich in jeden Krieg gegen die Balaur oder verteidigten die Mauern der Eloyes-Festen gegen die Asmodier so lange auch nur der geringste Hauch von Leben in ihnen steckte. „Der Stadthalter befindet sich in der Bibliothek und er wollte nicht gestört werden, es sei denn Shakiru würde eintreffen.“, sagte die Miraju-Wache mit einer fragenden Mimik im Gesicht. „Darf ich fragen, wie Ihr zum Stadtherrn steht?“. „Natürlich dürft Ihr das.“, antwortete Shakiru. „Er hat mir mein Leben gerettet – nicht mehr und nicht minder! “ , sie lächelte als Sie es sehr leise und mit einem leichten zittern in der Stimme sagte. „Er war da als ich glaubte, dass mein Leben enden würde. Auch die Welt der Elyos birgt viele Gefahren, wie ihr wisst. Ich war sehr unerfahren und geriet vom rechten Weg ab. Ich lief und lief, doch es gab nichts, was mir irgendwie bekannt vorgekommen wäre. Bevor ich wusste wo ich war standen rings um mich herum das wilde Volk der Kaidan. Sie waren einfach überall. Ich setzte mich zur Wehr so gut ich konnte, aber es waren einfach zu viele.“, sie verstummte kurz, dann sprach sie weiter: „Ja, dann war er da, in seiner glänzenden Rüstung mit seiner mächtigen Waffe in der Hand. Er schlug sie alle nieder… kein einziger ist entkommen…“ . Sie blickte nun auf mit einem etwas verzerrten Lächeln: „Er hat mich gerettet.“ Die Wache schaute ihr gebannt ins Gesicht und sagte: „Ihr seid es, ihr seid die Lady auf die wir alle gewartet haben! Ihr seid … ihr seid… “ er verstummte schlagartig, hielt sich den Mund zu, immer noch gebannt von dem was er glaubte zu wissen. Shakiru sah
      ihn fragend an, wusste sie doch nicht wovon der offenbar verwirrte Mann dort sprach. Sie wollte nachfragen, doch kam nicht dazu, denn Sie hatten die Bibliothek erreicht, wo man Sie mit „Deava Shakiru ist eingetroffen der Herr!“ ankündigte.

      -Fortsetzung folgt-

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    • Guck einer an, hier liest ja doch eine(r) mit. Natürlich geht es weiter, wenn das gewünscht ist. Ich wollte wenigstens einen Kommentar abwarten, denn ein wenig Arbeit macht es ja doch und für mich selbst brauche ich nichts schreiben :D Auch ist der Schreibstil nicht unbedingt das, was die Masse der heutigen (jüngeren) Jugend liest (behaupte ich mal).

      Gerne mache ich auch mehr Absätze. Ich bin etwas verwöhnt mit meinen großen Monitoren :shame:
      Mal schauen, ich denke am WE schreibe ich wieder ein paar Zeilen :)

      Nice Greetz Souli und thx für's Lesen
    • - Fortsetzung (zweifelhafte Erinnerungen) -

      Ein junger Mann mit einer stattlichen Figur, schwarzen Haaren und braunen, warmen Augen stand nun direkt vor Shakiru. Sie machte einen zaghaften Knix, so wie ihr Vater es ihr gelehrt hatte, obwohl sie wusste, dass es den jungen Stadtherrn amysieren würde, denn dieser hielt von diesen alten Bräuchen nicht alt so viel. Er hatte Shakiru gebeten, wenn Sie unter sich wären, diese Art der Höflichkeit zu lassen. Er bevorzuge eine Umarmung - ja ganau so hatte er sich bei ihrem letzen Treffen ihr gegenüber geäußert. Dabei grinsend wie ein Junge, der gerade einen Streich zum Abschluss gebracht hatte.

      Verzeiht mein Herr, ich vergaß. Sie ging einen Schritt auf ihn zu, legte beide Arme um ihn und flüsterte mit einer liebreizenden Stimme in sein Ohr "Seid gegrüßt mein Herr...". Vollkommen überrascht und auch etwas verlegen stammelte er nur "Ha - llo Sha - kiru!". Sie hatte erreicht was sie erreichen wollte. Der Stadtherr war im Grunde ein - wenn auch verdammt hübscher - bedauernswerter Junger Mann, dessen Vater viel zu früh im Kampfe gestorben war. Seine Aufgaben mussten dennoch erfüllt werden. So verlor dieser Jüngling seine Kindheit und musste sich Aufgaben stellen, denen er kaum gewachsen war.

      Noch etwas errötet und sichtlich benommen, stotterte er "Schön, daß dudu da bist!" und lächelte sie an. Jetzt schien dieses Lächeln sehr aufrichtig und in diesem Moment passierte mit Shakiru etwas, was sie sich selber nicht erklären konnte. Sie schaute ihn an, als würde ihm etwas ins Gesicht geschrieben. "Warum starrst Du mich so an?", brach es leise aus ihm heraus. "Oh, nichts mein Herr. Ich war etwas in Gedanken. Verzeiht mir!" stammelte sie kaum hörbar. "Hallo Tako!" lenkte der Stadtherr ab. "Schön, dass Du da bist. Ich wollte auch mit Dir sprechen." Tako, der etwas grimmig dreinschaute, entspannte sich etwas und sagte nur mit fester Stimme "Hallo!" Der Statdherr schaute kurz in die Runde, dann befahl er mit kräftiger Stimme: "Ich wünsche mit meinen Gästen allein zu sein." Alle Bediensteten und Besucher verließen schlagartig den Saal und die Wachen schlossen die Türen. "Nun, wir sind allein. Bitte setzt Euch!", sagte der Stadtherr mit einer Handbewegung in Richtung der Sitzbänke.. "Wir haben viel zu bereden..." fügte er jetzt mit gedämpfter Stimme hinzu.

      "Als erstes möchte ich Euch bitten mich beim Namen zu nennen. Ich kann das Wort Stadtherr einfach nicht mehr hören und es ist mir vollkommen egal, was der Orden davon hält.", sagte er fast flüsternd und mit gesenktem Kopf. Er sah gerade 10 Jahre gealtert aus und irgendwie traf das auch zu. "Was ist mit euch mein Herr - ähm... ich meine Kyoshi?", fragte Shakiru besorgt. "Wie Ihr wisst ist mein Vater vor einem Jahr bei einem Kampf gegen die Balaur getötet worden, genau wie Deine Mutter vor langer Zeit. Bevor mein Vater in die Schlacht zog, erhielt er ein Geschenk vom befreundeten Alabaster-Orden. Dieses Geschenk war die Kugel der Vorhersehung.

      Man sagt, dass man damit Einblick in das wichtigste Ereignis seines Schicksals erhielte, also aktivierte mein Vater die Kugel und sah, dass er sterben müsse um mein Schicksal in die richtige Bahn zu lenken." Seine Augen wurden glasig. "Ich wusste es nicht! Er hat mir einen Brief hinterlassen, den ich erst öffnen sollte, wenn ich mich an etwas erinnern würde, was schon lange vergessen war." Er blickte zu Shakiru auf und wandte sich anschließend an Tako. "Du, mein kleiner Freund, hast mir vor Jahren als wir uns das erste Mal gesehen haben, etwas geschenkt.

      Weißt Du das noch?" Tako überlegte kurz, dann sagte er "Ja, es war ein kleiner Drache aus Betu-Holz geschnitzt. Ich hatte ihn von meinem Vater, jang jang." Tako hielt sich den Mund zu. Schon lange kamen diese Laute nicht mehr über seine Lippen. Immer wenn er an seine Familie erinnert wurde, war es als würde er wieder der kleine, halb verhungerte Shugo sein... alleine gelassen... kurz vorm Sterben. "Ja Tako, ein kleiner Drache. Ich habe von einem Drachen geträumt, letzte Nacht. Er sah genau so aus wie Deiner nur riesig und wie aus gleißendem Licht geformt und plötzlich erinnerte ich mich an etwas, was mir nie aufgefallen war. Am Tag Deiner Rettung, als wir uns das erste mal sahen und ich Dir aufhalf, als Du kaum stehen konntest, da war ein Mann an der Seite meines Vaters, den ich später nie mehr gesehen habe. Er trug das Emblem des Alabaster-Ordens und jene Kugel der Vorhersehung, die erst meinem Vater übergeben wurde und dann in meinen Besitz übergegangen ist." er verstummte, stand auf und lief in der Halle auf und ab.

      Minuten vergingen ohne dass jemand etwas sagte. Sie schienen jeder für sich in sich gekehrt über das gesagte nachzudenken, dann sprach Kyoshi weiter: "Ich habe heute Morgen den Brief geöffnet!" Seine Stimme zitterte etwas. Er zupfte sich an seinem leichten Gewand und zog einen sehr klein gefalteten Briefbogen heraus. "Bitte lest ihn, damit ihr versteht, warum ihr hier seid..." seine Stimme schien gebrochen und besorgt, als er den Brief in Shakirus Hand legte.

      -Fortsetzung folgt-
    • Die Prophezeiung – die Kugel der Vorhersehung

      Shakiru faltete zögerlich den ihr übergebenen Brief auf, während Tako ihr dabei ungeduldig zusah. Sie breitete ihn vor sich aus und schaute ihn genauer an. Es war ein leicht gelblich mamoriertes, sehr edles Papier. Darauf stand in schwarzen, verschnörkelten und sehr sauber gezeichneten Lettern:

      Mein geliebter Sohn,

      ich möchte mich vorweg entschuldigen. Entschuldigen für den Kummer, den ich Dir bereitet habe und jenen, den Du erleiden wirst. Die Tatsache, dass Du diesen Brief liest kann nur bedeuten, dass ich mein Schicksal erfüllt habe und im Kampf getötet wurde.
      Ja mein Sohn, es war mein Schicksal zu sterben, um Dir Deinen Weg zu bereiten. Segen und zugleich Fluch wird den Stadthaltern zuteil, die sich ihrer Aufgabe gestellt haben, jene die den Mut haben für das Gute einzustehen und dem Bösen den Kampf anzusagen. Für mich hat sich nie die Frage gestellt, ob Du von jenem Schlage bist, denn Du bist seit Deiner Geburt mein Held gewesen. Du bist jung und stark - särker als ich es je war und dein Wesen ist rein, wenn auch manchmal von grobem Unfug geprägt. Vielleicht macht Dich gerade diese Eigenschaft so liebenswürdig.

      Du musst wissen, was passiert ist. Ich habe Dir damals erzählt, dass wir einen Freund suchen müssten, der in einem Schiff gefangen gehalten wird. Dieser Mann war ein Mitglied des Alabaster-Ordens namens Kyros, der seit Generationen mit unserer Familie befreundet ist. Du warst noch ein kleines Kind, aber ich denke Du wirst dich daran erinnern, denn es war Deine erste gefährliche Reise durch den Abys. Deine Mutter wollte es mir verbieten dich mitzunehmen, aber ich war mir sicher, dass dieses Ereignis wichtig für Deine Entwicklung war und ich sollte Recht behalten.

      Als wir alle Gefangenen befreit hatten, erhielt ich von Kyros das höchste Geschenk, dass der Alabaster-Orden zu geben hatte. Die Kugel der Vorhersehung. Er sagt, dass die Zeit der Kriege enden könnte, wenn wir alle bereit wären unser Schicksal anzunehmen und die Vorhersehung erfüllen würden. Er meinte, er würde den Anfang machen und er erhob sich auf eine Weise, die von einer Überzeugung herrührte, die kaum hätte größer sein können. An diesem Tag spürte ich eine Macht, die größer schien als alles was mir je untergekommen war. Sein ganzer Körper umhüllte sich mit einem gleißenden weißen Licht, die Macht riss ihm vom Boden in die Luft und bevor ich ihn packen konnte, fiel er wieder zu Boden. Er meinte er habe alles gegeben, was in seiner Macht sei und die Kräfte von drei Seelen miteinander verflochten. Sie können zusammen diesen Krieg beenden. Erfülle Dein Schicksal waren seine letzten Worte, bevor er die Augen schloss und starb.

      Lange Zeit hatte ich mich gefürchtet die Kugel zu benutzen, doch am Tag Deines 16ten Geburtstags habe ich geträumt, dass der Krieg enden würde. Eine neue Welt, erschaffen von den Eloyes und ja... fiedlich lebend mit den Asmodiern. Ein Abkommen - gemeinsam für den Frieden und gegen jegliche kriegerische Absichten. Eine Welt des Miteinanders... An diesem Tag habe ich den Mut aufbringen können und die Kugel aktiviert. An diesem Tag wurde mein Schicksal besiegelt. Ich habe Deine Mutter ein paar Wochen später eingeweiht. Sie war am Boden zerstört und dennoch lag nicht nur Trauer in ihrem Gesicht. Es schien ein Funken Hoffnung in ihr aufzublühen und ich hoffe er ist an dem Tag als ich diese Welt verlassen habe nicht erloschen.

      Du hast diesen Brief geöffnet, also hast Du Dich an jenen Tag erinnert. Ich bitte Dich als Vater und als Stadtherr die Kugel der Vorhersehung zu aktivieren. Doch tue es nicht allein. Wir haben damals einen kleinen Shugo gerettet. Er hat Dir zum Dank einen kleinen Drachen aus Holz geschenkt. Er muss dabei sein. Auch hast Du mir von einem Mädchen erzählt, welches Du gerettet hast. Du sagtest, dass Du dich so stark wie nie zuvor in Deinem Leben gefühlt hättest. Auch Sie muss die Kugel berühren. Sprecht zusammen die Worte: "etrenom episkanum wedejh eknotrum" und ihr werdet Euer gemeinsames Schicksal begreifen.

      Ich liebe Dich mein Junge! Vergiss das niemals!

      Dein Vater


      Shakiru blickte auf und sah Kyoshi fragend an. "Was hat das zu bedeuten? Sind wir diese Leute, von denen Dein Vater da schreibt?". "Ja, Shakiru - wir drei könnten diese, unsere Welt verändern, sofern wir dessen Glauben schenken wollen." antwortete der junge Stadtherr mit unsicherer Miene. "Ich kann nicht von Euch verlangen, dass Ihr diesen Weg mit mir geht, aber es wäre mein ausdrücklicher Wunsch. Sofern ihr bereit wärt, würde ich die Kugel holen und mit Euch zusammen aktivieren. Wenn ihr dies nicht wollt, dann fühlt Euch mir gegenüber nicht weiter verpflichtet. Ich würde es nur zu gut verstehen." Kyoshi senkte den Kopf etwas, lies sie aber nicht aus den Augen. "Tako? Was denkst Du?" flüsterte Shakiru. "Ich weiß nicht, ich verdanke Euch mein Leben..." drang es etwas erstickt aus Takos Mund. "Ich wäre wohl auch nicht mehr am Leben..." schoss es der jungen Daeva durch den Kopf. "Ich bin dabei!" sagt Shakiru mit fester Stimme und auch Tako bekräftigte diese Antwort.

      Kyoshi sah überrascht auf, dem offenbar ein großer Ballast von den Schultern genommen wurde. Er schritt auf Shakiru zu und umarmte Sie auf eine Weise, die so aufrichtig und herzlich schien, dass keiner für den Moment loslassen wollte. Nur Tako schaute etwas allein gelassen, was dieser Herzlichkeit aber keinen Abbruch tat und sie schlossen ihn in die Umarmung ein, auch wenn das Bild was dabei entstand ein wenig lächerlich aussah. "Bitte gebt mir einen Momant. Ich eile um die Kugel zu holen." und der junge Herr schritt davon...

      -Fortsetzung folgt-
    • Die Prophezeiung – die Kugel der Vorhersehung
      -Fortsetzung-

      Shakiru und Tako schauten sich an. Keiner verlor ein Wort, niemand hatte auch nur den geringsten laut von sich gegeben. Zu groß war die Furcht vor dem, was gleich passieren könnte. Die Zeit schien endlos zu sein, die der junge Stadtherr brauchte, um die Kugel zu holen.

      Kyoshi eilte in seine Gemächer. Vollkommen aus der Puste, beugte er sich unter sein Bett und zog eine kleine hölzerne Kiste hervor. Er nahm sie und verharrte kurz beim Anblick der verschnörkelten Verzierungen auf dem Deckel. Er spürte eine Bewegung in seinem Rücken und drehte sich langsam um. Es war seine Mutter, die ihn traurig beäugte. "Es ist also so weit, oder?", flüsterte sie gebrochen. "Du wirst sie heute benutzen - die Kugel, die mir Deinen Vater genommen hat?". "Ja Mutter, es ist meine Pflicht. Das weißt Du doch.", antwortete Kyoshi etwas verunsichert und sah dabei seiner Mutter ins Gesicht. Trotz der Trauer, die seit Monaten das überwiegende Gefühl in Ihr zu sein schien, war sie eine wunderschöne Frau im besten Alter. Tränen flossen über ihr Gesicht, als sie ihre Arme öffnete und auf ihn zuging. "Du bist alles was ich habe mein Sohn. Ich möchte Dich nicht auch noch verlieren." Ihr flüstern ging in Schluchzen über. Sie drückte ihren einzigen Sohn fest an sich und sagte: "Ich werde Dich nicht aufhalten, aber versprich mir auf Dich aufzupassen.". "Das werde ich Mutter. Ich komme wieder und wir werden in Frieden leben können. Niemand wird mehr vor seiner Zeit gehen müssen." Er erwiederte die innige Umarmung, bevor er sich von ihr löste und zur Bibliothek mit eiligen Schritten zurückkehrte.

      Das Knarren der schweren Türen kündigte die Rückkehr von Kyoshi an. Shakiru stand auf, als er den großen Saal betrat und Tako schloss sich an. "Ich habe sie hier!", schallte es scheinbar aus allen Ecken. Etwas erschrocken von der Akkustik schienen seine Augen dem Hallen zu folgen. Er stellte die Kiste auf den Tisch und endriegelte den feinen Metallbeschlag, um sie zu öffnen. Er legte die Enden des seidenen Tuches über die Ränder, so dass eine bläulich schimmdernde Kugel in einer goldenen Einfassung erkennbar wurde. Im Inneren des Deckels war etwas in kleinen Lettern geschrieben. Die Kugel musste schon sehr alt sein, denn diese Sprache wurde seit Jahrhunderten nicht mehr gesprochen. Nur hohen Mitglieder der Orden wurde sie im frühen Kindheitsalter gelehrt, um alte Schriften lesen zu können. "pytatem ek borné te pytatem ak wekas. - Magie hat sie erschaffen und Magie wird sie erwecken.", stammelte Kyohsi. Er nahm die Kugel samt Halter aus der Kiste und stellte sie vorsichtig auf den Tisch.

      "Lasst uns beginnen.", sagte er mit etwas gefestigter Stimme. "Ich weiß nicht genau, wie wir es machen sollen. Nur welche Worte wir sprechen sollen.", meinte der junge Herr mit weit geöffneten Augen auf seine beiden Freunde schauend. "Ich denke wir setzen uns, nehmen unsere Hände und schauen was passiert.", schoss es aus Shakiru heraus, als sei es das normalste der Welt. Ihre beiden Freunde schauten Sie beeindruckt an. "Ja, was soll schon passieren! Die Kugel wird uns nicht töten, wenn dann sind es unsere Entscheidungen.", brach es fast gleichgültig aus ihr heraus, während sie nach den Händen ihrer Freunde griff. "Bei drei.. 1-2-3... etrenom episkanum wedejh eknotrum", sie schauten sich gegenseitig an. Es passierte nichts. Es hatte nicht funktioniert.Sie überlegten, was sie falsch gemacht haben könnten. Es verging einige Zeit, bis Shakiru leise sagte: "Mein Vater erwähnte mal, dass Magie nicht einfach gesprochen wird. Man muss sie wirken. Sie steckt tief in jedem drin. Der eine besitzt mehr davon, der andere weniger, aber jeder würde Magie in sich tragen. Es muss aus Überzeugung von innen heraus kommen. Lasst es uns noch mal versuchen."

      "1-2-3...
      etrenom episkanum wedejh eknotrum" Die Kugel löste sich von der goldenen Halterung und schwebte nun in Augenhöhe der 3 Freunde. Kleine gleißende Blitze bildeten sich ringsherum. Der Saal schien sich aufzulösen, nein alles schien sich aufzulösen. Shakiru schloss ihre Hände fester um die ihrer Freunde. Ihr Herz raste und dennoch fühlte Sie sich sicher in den Händen ihrer Freunde. Wo eben noch ein tiefes dunkles Nichts war, bildete sich eine unwirkliche Umgebung. Nur kurze Zeit später befanden Sie sich inmitten einer düsteren Ebene, an dessen Ende ein Strahl mit leuchtend rotem Licht in den dunklen, wolkenbehangenen Himmel stieß. Es war tiefste Nacht. Das rote Licht wurde von einigen wenigen abgestorbenen Baumstämmen, Steinen und von ihren Freunden reflektiert. Es hatte etwas gespenstisches.

      Aus der Ferne hörten Sie ein lautes Tösen. Kyoshi richtete seinen Umhang und sagte zaghaft: "Lasst uns nachsehen, was da vor sich geht." Er half Shakiru auf, die sich niedergekniet hatte und stubste Tako vorsichtig in den Rücken, um ihn anzutreiben. Als sie dem Strahl näher kamen, sahen sie was sie sehen mussten. Das Licht hatte sie anfangs geblendet doch nun sahen sie sich selbst auf eine Weise, wie sie sich selber nicht kannten. Kämpfend gegen eine Macht, die so stark zu sein schien, dass es ihnen fast den Boden unter den Füßen weggerissen hätte, als eine neue Angriffswelle auf die Projektionen ihres eigenen Ichs zuraste.

      -Fortsetzung folgt-

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    • Die Prophezeiung – die Kugel der Vorhersehung

      -Fortsetzung-



      "Wir müssen Ihnen helfen!", schrie Shakiru aufgeregt. "Das kannst Du nicht, sie sind nicht real.. nicht in diesem Moment. Es ist unser Schicksal und nicht unsere Gegenwart!", versuchte Kyoshi sie zu beruhigen, während er sie am Arm festhielt. Ein eiskalter Schauer drang tief in ihn ein. Geschockt sah er zu, wie er und seine 2 Freund gegen ein Wesen kämpften, das so übermächtig und unbesiegbar schien. Er hörte Shakiru seltsame Formeln sprechen und immer wieder stiegen starke Magieblitze aus ihr empor und trafen das Wesen, dass immer wütender zu werden schien. Auch sein eigenes Abbild kämpfte nicht wie sonst. Er nutze eine große schwere Waffe, die mit jedem Schlag Energie freisetzte und tiefe Wunden im Fleisch des Monsters anrichtete. Tako trug ein Schild und einen verzierten Kolben. Er flüsterte immer wieder die selben Worte und gleißendes Licht trat aus seinen Händen hervor. Er war viel dünner als jetzt und sah aus, als könne ihn nichts erschüttern.

      Tako sah sich selbt. Er ging langsam auf sein Abbild zu. Er ignorierte alles um sich herum und sah sich an. Er war stolz, er war bereit, er wollte sein Schicksal erfüllen wie kein anderer. Zum ersten Mal in seinem Leben hatte er eine Aufgabe, die wichtiger schien als alles was er zuvor getan hatte. Er konnte Heilzauber wirken - mächtige Heilzauber. Er spürte wie die Energie aus ihm heraustrat und seinen Freunden Stärke verlieh und die Wunden heilte. Er wollte sich nicht abwenden und er tat es auch nicht. Sie sahen gebannt und ungläubig zu, wie sie selber über sich hinauswuchsen und Kräfte einsetzten, die ihnen vollkommen unbekannt waren. Wie sollten sie ihr Schicksal erfüllen, wenn sie gar nicht wussten, woher diese Macht kam? Kyoshi sah etwas, was er kannte und bevor es ihm richtig klar wurde stürzte er zu Boden. Auch Shakiru und Tako hatte das Beben der Erde umgeworfen. Wieder löste sich alles um sie herum auf und sie schienen in ein tiefes schwarzes Loch zu fallen. Sie verloren das Bewusstsein...


      Die Prophezeiung - der Weg ist das Ziel

      Gelbliches, verschwommenes Flackern einer Kerze erblickte Shakiru als sie langsam ihr Bewusstsein wiedererlangte. Sie hatte Kopfschmerzen und ihr war kalt. Sie richtete sich langsam auf und sah sich um. Ihre beiden Freunde lagen auf dem Boden, zusammengekauert und immernoch bewusstlos. Sie wendete sich Kyoshi zu und legte seinen Kopf auf ihren Schoß. Sie sah ihn an und wusste, dass sie mehr für ihn empfand als sie sich selber eingestehen wollte. Jetzt wo sie derart auf die Probe gestellt werden würden, war es ihr egal... egal dass er von adligem und sie nur von bürgerlichem Blut war. Sie küsste zärtlich seine Stirn und flüsterte ihm ins Ohr: "Wach auf Kyoshi, wir sind zurück." Sie stubste ihn auf die Brust: "Komm schon, wach auf!", sagte sie nun etwas lauter. Er öffnete langsam seine Augen. Er rührte sich nicht und sah sie nur an. Shakiru war leicht über ihn gebeugt. Sie streichelte seinen Kopf, er richtete sich etwas auf, legte seinen Arm um sie und küsste sie sanft. Auf einmal wich die Kälte aus ihren Körpern und ein wohliges Gefühl nahme dessen Platz ein. Die Zärtlichkeiten fanden ein jähes Ende, denn auch Tako hatte sein Bewusstsein wieder erlangt und sagte schroff: "Aha! Danke dass meine beste Freundin sich so rührend um mich gekümmert hat!". Erschrocken und errötet richteten sie sich auf und reichten Tako die Hand. "Hab Dich nicht so! Eben sahst Du nicht so aus, als ob Du unsere Hilfe nötig hättest!", sagte Shakiru und lächelte immernoch etwas verlegen.

      Es war spät geworden. Als Kyoshi die großen Türen der Bibliothek öffnete, war es finstere Nacht draußen. Die Wachen hatten offenbar nichts von dem, was im großen Saal geschehen ist gemerkt, denn diese standen unbeeindruckt da und gingen ihrer Aufgabe nach. Der junge Stadthalter lud seine beiden Freunde ein, in seinen Gästeunterkünften zu nächtigen, die dies dankend annahmen. Sie waren müde und der Tag hatte Kraft gezehrt, auch wenn sie die Bibliothek überhaupt nicht verlassen hatten. Kaum lagen die jungen Freunde in ihren bequemen und warmen Betten, schliefen sie auch schon ein. Es war eine traumlose Nacht - die Erschöpfung brachte einen tiefen erholsamen Schlaf, den sie für das was vor ihnen lag auch dringend nötig hatten.

      -Fortsetzung folgt-
    • Die Prophezeiung – das Geheimnis des Miraju-Ordens

      Vögel sangen ihre Lieder, warme Sonnenstrahlen drangen durch das Fenster und es duftete nach frischem Brot. So gut hatte Shakiru schon lange nicht mehr geschlafen und entsprechend gut gelaunt stieg sie aus dem Bett, dass so viel besser war als ihre eigene, alte Liege. Sie tanzte ins Badezimmer, wo eine große Schüssel mit Wasser stand. Sie machte sich frisch und schmiegte sich in die Badetücher, die nach Lavendelblüten dufteten. Sie fühlte sich so wohl und dennoch hatte sie ein schlechtes Gewissen. Sie hatte ihrem Vater nicht bescheid sagen können, dass Sie nicht heim kommen würde. Sie bürstete ihr Haar, kleidete sich an und wollte sich auf den Weg zu ihren Freunden machen, als es an der Tür klopfte.... "Herein!", sagte Shakiru überrascht.

      "Lady, der Herr bittet Sie zum Frühstück.", sagte eine kleine korpulente Frau mit einem ründlichen Gesicht, einem grauen Kleid und einer weißen Schürze. "Ich komme - einen kleinen Moment bitte.", antwortet Shakiru und nahm ihren kleinen Lederbeutel. Sie gingen zum Gästezimmer, in dem Tako genächtigt hatte. Als die Frau an die Tür klopfte, gabs einen dumpfen Knall. "Moment!", klang es etwas gequält aus dem Zimmer. "Tako, ist alles in Ordnung?", fragte schließlich Shakiru mit besorter Stimme. "Ja, alles bestens... ich bin aus dem Bett gefallen!" tönte es nun aus dem Zimmer. Jetzt konnte sich keiner mehr beherrschen. Shakiru riss die Tür auf und sah ihren kleinen Freund auf dem Boden sitzend an seiner Nase reiben. Sie mussten herzhaft lachen. Auch die Bedienstete von Kyoshi trat nun hervor um nach ihm zu schauen. Sie sah Tako an und eilte zu ihm. "Haben Sie sich weh getan, junger Herr?", "Nein, ist al-ll-les O-K-K!", stotterte Tako, der sichtlich errötet war. "Wünschen Sie noch etwas Zeit zum Frisch machen? Ich würde die junge Lady dann schon zum Frühstück geleiten und Sie anschließend abholen.", sagte die Bedienstete leise. "Ja, das wäre sehr schön.", brach es aus Tako heraus, der sich nun gefangen hatte und sie mit weit geöffneten Augen ansah. Sie legte ihm die Handtücher zurecht und während sie das Zimmer verließen, drehte sich Shakiru um und zwinkerte ihm mit einer Kopfbewegung zur Bediensteten hin zu. Tako lächelte und nickte verlegen...

      Sie gingen einen langen Flur entlang. Überall hingen riesige Bilder und Teppiche an den Wänden. Es war so beeindruckend und riesig. Sie kannten sich schon so lange, aber diese Räumlichkeiten hatte sie nie zuvor gesehen. Sie erreichten eine massive Holztür mit kleinen Verzierungen an den schweren Beschlägen. Die Bedienstete klopfte an die Tür, öffnete sie und machte einen Knicks: "Lady Shakiru..." Der junge Stadtherr erhob sich und eilte Shakiru zu. Dieses Mal war er derjenige, der sie mit offenen Armen empfing und ihr einen Kuss auf die Wange gab. Dieses Gefühl wollte Sie nie wieder vergessen. Sie fühlte sich aufgehoben und heimisch und nicht zuletzt verliebt. "Schön, dass Du da bist. Hast Du gut geschlafen?", fragte Kyoshi interessiert. "Ja, es war eine sehr erholsame Nacht - danke für die Nachfrage und Gastfreundschaft. Ich fühle mich wie eine Prinzessin.", sagte sie lächelnd und sah ihn dabei in die Augen. "Ich bin sehr froh, dass Du da bist, weißt Du? Es bedeutet mir sehr viel!" sagte er aufrichtig. "Ich bin froh, dass es so ist, das kannst Du mir glauben Kyoshi. Ich mag Dich sehr, um ehrlich zu sein, seit dem Tag als Du mich gerettet hast.", sagte Sie und bevor Sie weiter reden konnte, küsste er Sie.

      "Wo ist eigentlich Tako?", fragte der Junge Stadtherr mit einem breiten Grinsen im Gesicht? "Schläft er etwa noch?". "Nein, wir haben ihn geweckt und er ist aus dem Bett gefallen!", sie lachten laut. "Ach ja, offenbar hat Tako Gefallen an Eurer Bediensteten gefunden!", flüsterte Shakiru vollkommen außer Atem. "Du meinst Isolde - die Dame, die dich hergebracht hat?", Kyoschi kratze sich den Kopf als er die Frage äußerte. "Ja, sie passen doch super zusammen, findest Du nicht?" und wieder mussten beide lautstark lachen. Zeitgleich hatte Tako sich hergerichtet und sogar seine kleine Locke auf der Stirn gebürstet. Er sah sich im Spiegel an und war zufrieden mit seinem Werk.
      Es klopfte an der Tür. "Jaaaa?!", rief er etwas übereifrig. Die Tür öffnete sich: "Hier bin ich wieder, wie versprochen!", sie lächelte dabei. "Ja, tritt doch ein... ich muss nur noch meine Schuhe binden, dann können wir gehen. Sie trat etwas zögernd ein und sah Tako zu, wie er sich bückte. "Wie heißt Du?", fragte er ungeniert, aber etwas schnaufend, da sein Bauch ihm im Weg war. "Ich heiße Isolde, mein Herr!". "Nenn mich doch bitte Tako." Sie lächelte und sagt schüchtern: "Sehr gern!". "Arbeitest Du schon lange für den Stadtherrn?", "Nein, ich bin hier aufgewachsen. Seine Eltern haben mich gnädigerweise aus dem Waisenhaus am Stadtrand geholt und aufgenommen. Es war mein Wunsch hier im Hause zu arbeiten, um meine Dankbarkeit auszudrücken und die wichtigen Dinge im Leben zu erlernen.". "Das gefällt mir, sagte Tako etwas überrascht. "Ich verdanke dem Vater des Stadtherrn mein Leben. Er hat mich aus der Gefangenschaft gerettet und eine Familie für mich gefunden." Sie redeten so, als würden Sie sich schon ewig kennen, bis auch sie vor der großen Tür standen. "Danke, für die nette Unterhaltung.", sagte Isolde merklich angetan von dem jungen Shugo. "Ich habe zu danken!", sagte er als sie bereits an die Tür klopfte. "Tako.. ich meine der junge Herr ist da." sagte sie und als sie sich gerade umdrehen wollte, um die Tür hinter sich zu schließen, stoppte sie Kyoshi und bat sie am Frühstück teilzunehmen. Sie nahm das Angebot dankend an und wählte den Platz neben Tako.

      Nach dem Frühstück verabschiedete sich Isolde und die drei Freunde gingen zusammen spazieren, bis sie ein paar Bänke erreichten. Sie setzten sich und Kyoshi lehnte sich weit nach hinten und schaute in den strahlend blauen Himmel. "Was meint ihr, wie soll es jetzt weiter gehen? Ich meine wir haben gestern unser Schicksal gesehen und sollten darüber sprechen, oder?", fragte Tako gerade heraus. "Ja, das müssen wir sogar mein Freund! Wir...", der junge Stadtherr wurde von einem Bediensteten unterbrochen. "Mein Herr, verzeiht - der Bote ist zurückgekehr und lässt ausrichten, dass besagtes in Ordnung ist und Sie auf die junge Lady aufpassen sollen!". "Ich danke Dir - Du kannst gehen." Shakiru schaute Kyoschi an: "Du hast meinen Vater informieren lassen?", "Ja! Er muss doch wissen, dass es Dir gut geht und Du noch eine Weile mein Gast sein wirst. Auch Takos Eltern wissen bescheid. Wir können uns also voll auf unsere Aufgaben konzentrieren!". "Du bist ein Schatz, danke!!!" Sie legte beide Hände auf seine Wangen und gab ihn freundig einen Kuss. "Was haben wir gesehen? Wir müssen herausfinden, was zu tun ist!", sagte Kyoshi. "Tako war ein Heiler. Er trug ein Schild und einen Kolben. Seine Rüsung war aus Ketten gefertigt und mit Stoff besetzt.", sagte Shakiru nachdenklich. "Ja, und du warst soetwas wie ein Zauberin. Du hattest ein anmutig wirkendes Kleid aus edlem Stoff an und eine Kugel-Halterung um Dein Handgelenk. Die Kugel selber schwebte zwischen Deinen Händen! Das sah beeindruckend aus!", sagte Tako und nickte dabei, überzeugt davon einen entscheidenden Hinweis geliefert zu haben. "Das hilft uns nicht weiter, glaube ich. Ich war ein Kämpfer - sah aus wie die Gladiatoren unserer Legionen. Irgendwas übersehen wir!", meinte Kyoshi und schüttelte den Kopf.

      Sie schwiegen! Nur der Gesang der Vögel war zu hören. In der Ferne lachten Kinder und das Klirren von Stahl, dass offenbar vom Training der Wachen herrührte. "Ich hab's!", schoss es aus Shakiru heraus. "Die Umhänge sind der Schlüssel! Wir hatten alle drei den gleichen Umhang mit einem Zeichen darauf. Das muss es sein - ich habe das Zeichen schon mal irgendwo gesehen!". "Ich kann mich nicht erinnern, würdest Du es wiedererkennen, wenn Du es sehen würdest?", frage Kyoshi aufgeregt. "Ja, ich denke schon!", sagte sie und stand auf. "Wartet hier, ich bin gleich wieder bei euch!". Kyoshi sprang ebenfalls auf und lief schnellen Schrittes los. Tako und Shakiru waren nun allein. "Und gefällt sie Dir?", fragte sie gerade heraus. "Wen meinst Du?", flunkerte Tako und sagte dann: "Ja, sie gefällt mir und wir werden uns wieder sehen.". "Ich wusste es Du kleiner Charmeur Du! Bist ja auch 'nen feiner Kerl und sie macht 'nen guten Eindruck!", sie drückte ihn und flüsterte: "Ich freue mich so für Dich!". "Und ich freue mich für Dich, auch wenn ich anfangs etwas eifersüchtig war." Sie sahen sich an und wussten, dass diese Freundschaft etwas besonderes war.

      Als Kyoshi vollkommen aus der Puste wieder zurück war, hielt er ein großes, schweres Buch in der Hand. Das Einband war aus Leder und mit Nieten verziert. "Ordensliste I.-XII. Generation" stand in geschwungenen Lettern darauf. Schaue es Dir an und sag mir, ob Du das Zeichen finden kannst. Sie wusste nicht, dass es so viele Orden im Reich der Elyos gab. Sie kannte nur sehr wenige davon und bei einem Namen musste sie innehalten: "Miraju-Orden". Das Wappen enthielt jenes Zeichen, dass auch die Umhänge schmückte. "Hier, das ist es!", sagte sie vollkommen überzeugt. "Dieses Zeichen war auf unseren Umhängen.". "Also der Miraju-Orden. Mein Vater kannte einige von ihnen, das weiß ich. Sie haben starke Leute und die Ausbildung soll hart sein. Man sagt, sie sollen Fähigkeiten besitzen, die denen von normalen Deavas weit überlegen sind. Wir müssen sie besuchen. Wir haben einige hochrangige Offiziere, die dem Orden angehören. Ich lasse nach ihnen schicken!"

      -Fortsetzung folgt-
    • Hab noch nicht alles gelesen, aber bis jetzt finde ich es super! :)
      Ich freue mich auf den nächsten Teil!
      Grüße Viene :D
      "Gut gesprochen, Herr Ritter", sagte der Narr. "Wenn ihr nur daran denkt, dass, wenn Ihr gegen das Böse zu Felde zieht, Ihr selbst nicht automatisch die Guten seid!"
      Tonke Dragt

      :shugocookie:
    • Die Prophezeiung – das Geheimnis des Miraju-Ordens (Fortsetzung)

      Nur einige Augenblicke später trafen zwei Wachoffiziere ein. Sie traten der Reihe nach an Kyoshi heran und verbeugten sich. "Sie haben nach uns befohlen?" sagte der Mann, der Sie bereits einen Tag zuvor bei Ihrer Ankunft an der Stadtmauer begleitet hatte. "Ja, das habe ich und ich benötige Ihre Hilfe!". Kyoshi sah abwechselnd Shakiru und Tako an, beide nickten und der Junge Herr fuhr fort. "Bitte behandeln Sie das, was ich Ihnen gleich erzählen werde vertraulich! Zu niemandem ein Wort, auch nicht zu engen Freunden oder Verwandten!" - Jawohl mein Herr!", antwortete das bekannte Gesicht. Der andere Offizier sagte zögerlich: "Entschuldigen Sie der Herr, auch in unserem Orden gibt es Hierarchien. Ich denke er ist der Mann, der Ihnen weiter helfen kann. Ich bitte mich entfernen zu dürfen.", er verbeugt sich abermals. "Natürlich respektiere ich das. Sie können gehen.","Vielen Dank der Herr!", er drehte sich um und ging.

      "Sehr gut!", wandte sich Kyoshi nun dem verbleibenden Offizier zu. "Man sagt, Sie bekämen in jungen Jahren eine Ausbildung, die nicht nur Ihren Körper, sondern auch Ihren Geist auf eine besondere Weise trainieren würde - können Sie dies bestätigen?" - "Jawohl mein Herr, das kann ich!", der Offizier nickte und fuhr fort: "Unser Orden stellt jedem Mitglied mit dem zehnten Lebensjahr einen Mentor zur Verfügung, der die besondere Gabe, die in jedem von uns stecken weckt und sie in deren Nutzung unterrichtet.". "Ihr meint, dass jeder von uns eine Gabe hat, die geweckt werden kann?" fragte Kyoshi nachdenklich. "Jawohl mein Herr - so ist es!", antwortete der Offizier. "Darf ich fragen, was Ihre Gabe ist?", schoss es aus Kyoshi heraus. "Ich bin ein Templer. Ich habe Fähigkeiten, den Zorn meiner Gegner auf mich zu lenken, um meine Mitstreiter vor Angriffen zu schützen. Ich verfüge über eine außerordentlichen Ausdauer und Wiederstandskraft, um der Wucht der Angriffe Stand zu halten. Außerdem verfüge ich über wenige aber mächtige Magieangriffe, die meinen Gegner schocken und sogar töten können." Kyoshi starrt gebannt auf den Offizier, ungläubig und staunend.

      "Mein Herr, ich denke ich weiß warum Ihr mir diese Fragen stellt!", sagte der Wachoffizier vorsichtig und dennoch selbstsicher. Die drei Freunde schauten Ihn fragend an und er fuhr fort: "Es gibt eine Prophezeiung, die sagt das drei Freunde, geeint durch das Leid, gestärkt durch den Tot und verbunden durch die Kraft der Alten, sich auflehnen, die Mächte des Bösen aus unseren Landen verbannen und den Frieden zurück bringen würden." Shakiru sackte in sich zusammen: "Wie sollen wir das schaffen? Wir sind keine 10 mehr, unsere Fähigkeiten sind noch tief in uns
      verborgen und die Erfüllung der Prophezeiung wird nicht auf uns warten, oder?" Der Offizier schaute sie an und sagte mit einem zaghaften, Lächeln: "Junge Lady, ich bin mir sicher, dass die Kraft, die in Euch wohnt nicht mehr lange unentdeckt bleibt. Ihr werdet mit Abstand die stärkste Magierin unseres Ordens werden!" Shakiru, Tako und Kyoshi
      schauten sich ungläubig an. Sie konnten nicht fassen, dass sie offenbar nicht die einzigen waren, die wussten, was auf sie zukommen würde. "Unser Orden hat Ihre Mentoren bereits am Tag der Machtübergabe ernannt.
      Sie bereiten sich seit Jahren auf ihr Schicksal vor, Euch auf die bestehenden Aufgaben vorzubereiten. Das war, ist und wird immer die Aufgabe des Miraju-Ordens sein: Die Ausbildung der Elite!", fuhr der Offizier stolz und mit gehobenem Kopf fort.

      "Könnt Ihr uns helfen, unser Schicksal zu erfüllen?", fragte Kyoshi, der recht unsicher wirkte und nun auf und ab ging. "Natürlich kann ich helfen! Ich werde Euch morgen nach dem Frühstück in den Tempel geleiten, wo Ihr Euren
      Mentoren vorgestellt werdet. Damit habe ich meinen Teil getan und es liegt an Euch, den Euren zu tun...". "Ich danke Euch vielmals für Eure Offenheit. Schaut doch in der Küche vorbei, es ist spät geworden und Ihr habt sicher Hunger.", sagte Kyoshi etwas beruhigter. "Das werde ich junger Herr, bis morgen und schlaft gut!" er wandte sich ab und ging.

      Kyoshi nahm Shakirus Hand und sie die Ihres treuen Freundes Tako. Sie sahen sich an und ohne ein Wort zu verlieren, gingen Sie in den großen Saal, in dem Sie das bereits angerichtete Abendmahl einnahmen. Sie redeten nicht, Ihre Blicke trafen sich immer wieder. Das blinde Verständnis war zwar nicht neu, aber es erlebte an diesem Abend eine ganz neue Ebene, die dem Glauben an eine unerschütterliche Freundschaft geschuldet war. Isolde schaute schüchtern in den großen Saal. "Guten Abend, haben Sie bereits gespeist?", fragte sie zögernd. "Ja, das haben wir. Ich gdenke
      früh ins Bett zu gehen.", sagte Kyoshi etwas gleichgültig wirkend. Er erhob sich und verabschiedete sich: "Schlaft gut meine Freunde, Isolde geleitet Euch sicher gerne in Eure Gemächer.", "Warte Kyoshi", sagte Shakiru etwas besorgt. "Ich möchte Dich noch ein Stück begleiten." - Sie nahm seine Hand und sie verließen gemeinsam den Saal.

      Tako begann das Geschirr abzuräumen. "Das musst Du nicht tun!", sagte Isolde verwundert. "Ich helfe Dir gerne und dann könnten wir vielleicht noch ein paar Schritte zusammen gehen, bevor wir zu Bett gehen.", antwortete Tako lächelnd. "Du bist so lieb, ich danke Dir!" platze es aus Isolde heraus, die sichtlich angetan von dieser Geste war.

      Kyoshi legte seinen Arm auf die Schulter Seiner Freundin und sie ihren in seine Hüfte, während sie die Straße entlangliefen. "Glaubst Du wir schaffen das?", flüsterte Kyoshi verunsichert. Shakiru blieb stehen und legte
      beide Hände um ihn. "Wenn ich mit Dir zusammen bin, glaube ich dass wir alles schaffen können! Also gebe ich die Frage zurück. Glaubst Du, wir schaffen das?". Er schaut ihr in ihr wunderschönes Gesicht. Er streicht ihr eine schwarze Strähne aus dem Gesicht: "Ich habe Angst um Dich, um Tako und um diejenigen, die sich auf mich verlassen. Du bist der einzige Grund, warum ich diese Last bereit bin zu tragen. Wenn Du mich fragst, ob wir das schaffen, dann kann ich nur eins sagen: Ich werde nicht zulassen, dass Dir jemand weh tut.", "Sie werden aber versuchen mir weh zu tun!", sagte Shakiru herausfordernd. "Ich schätze, dann werden sie meine Waffen zu spüren bekommen." feixte Kyoshi sichtlich erleichtert. Sie setzen Ihren Weg fort und gingen in Ihren Gemächern zu Bett.

      -Fortsetzung folgt-

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