Die Prophezeiung

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    hr könnt euch ab sofort im neuen Forum einen Account registrieren. Dieses Forum ist nicht mehr aktiv und wird am 26.03. abgeschaltet.

    • Die Prophezeiung – die zweite Geburt



      Die Vögel zwitscherten lautstark und die Sonne kitzelte Shakirus Nase. Es war ein wundervoller Morgen. Sie roch abermals den Duft von frischem Brot, der in der warmen Sommerluft lag und freute sich auf das gemeinsame Frühstück mit Ihren Freunden. Gut gelaunt ging Sie sich frisch machen. Man hatte ihr ein schlichtes, aber elegantes Kleid zurecht gelegt. Sie fühlte sich so wohl. Alles war so ungewohnt und neu für Sie. Schon lage nicht mehr hatte man sich derart um sie gekümmert. Sie hat immer versucht ihre Mutter zu ersetzen, um ihren Vater zu entlasten, dass sie schon ganz vergessen hat, wie angenehm es sein kann, wenn man umsorgt wird.

      Als sie fertig war, verließ sie das Gästezimmer und ging in Richtung des Saals, in dem sie zu speisen pflegten. Eine kleine Blume am Wegrand schien ein perfektes Accessoir für Ihr Haar zu sein. Ein Liedchen summend, passierte Sie den Eingang des Saals und staunte nicht schlecht, als Tako und Isolde bereits dort waren und sich offenbar köstlich amysierten. "Guten Morgen ihr beiden!" schoss es aus Shakiru heraus. "Oh guten Morgen Lady *räusper*, ich hoffe Sie haben gut genächtigt?", antwortet Isolde leicht errötet. "Morgen." fügte Tako kurz und knapp und mit einem breiten Grinsen im Gesicht hinzu. "Ja, es war eine sehr erholsame Nacht. Danke der Nachfrage!", antwortet Shakiru lächelnd. "Kyoshi ist wohl noch nicht hier gewesen?", fügte sie hinzu. "Nein Lady, ich wollte gerade nach ihm sehen.", flunkerte Isolde immernoch etwas verlegen. "Keine Sorge, ich übernehme das und lasse Euch noch etwas alleine!", Shakiru zwinkerte Tako zu und ging.

      Nun stand Sie an einer schweren Holztür mit einem Schildwappen als Türklopfer. Sie nutze ihn und wartete auf Antwort. Sie hörte eine Person, die sich der Tür näherte. Es war Kyoshis Mutter. Sie hatte in der Vergangenheit schon des öfteren ein paar Worte mit ihr gewechselt. "Oh, hallo Shakiru. Komm doch herein.", sagte sie mit einer weichen und sehr fraulichen Stimme. "Guten Morgen, vielen Dank.". "Setz Dich doch, ich denke Kyoshi wird gleich fertig sein.", fuhr sie fort und deutete auf einen sehr bequem wirkenden Sessel. Sie setzte sich und bedankte sich. Auch in diesen Räumen war zu erkennen, dass Kyoshis Familie sehr vermögend war, auch wenn hier eher Gemütlichkeit vorherrschte und auf Prunk weitestgehend verzichtet wurde. "Ich denke, wo Du meinem Sohn so nahe stehst, sollten wir uns auch ein wenig kennen lernen.", meinst Du nicht? Sie wandte sich Shakiru zu und sah sie mit einem sehr herzlichen Ausdruck im Gesicht an. ". "Das wäre sehr schön!", antwortete sie ehrlich. "Ich heiße Lynthea, aber Du kannst mich gerne Lyn nennen. Mein Sohn hat Dich sehr gerne und meine Intuition sagt, dass es etwas mehr als nur Freunschaft ist."

      Shakiru wurde auf der Stelle rot wie eine Tomate. "Keine Angst, ich liebe meinen Sohn und mein einziges Anliegen ist sein Glück. Somit bis Du mir Willkommen.. als Freundin, als Frau... was immer meinen Jungen glücklich macht." Shakiru lächelte zaghaft. "Ja, ich mag ihren Sohn sehr gerne. Ich fühle mich in seiner Gegenwart wie eine vollwertige Frau. Ich möchte ihm nah sein, so oft es nur geht. Manchmal vemisse ich ihn schon nach wenigen Minuten.", Shakiru biss sich auf die Lippen. Sie hatte keine Ahnung, warum sie ihr dies alles so offen erzählt hatte. Diese Art von Gespräche haben ihr gefehlt. So viel ist sicher. "Ich weiß mein Kind, das nennt man Liebe!", sie lächelte Shakiru an, legte Ihre Hand auf ihr Knie und flüsterte ihr ins Ohr. "Ich habe viel über Dich gehört, aber Du übersteigst meine Erwartungen in allen Punkten. Ich hoffe ihr packt es und werdet glücklich." Sie umarmte Shakiru auf eine Weise, die sie sonst nur von Ihrer Mutter kannte. Sie war zuhause. Tief in ihrem Herzen war sie zuhause.

      "Shakiruuu!" tönte es die Treppe herunter. "Kyoshi, da bist Du ja!", erwiderte Shakiru freudig. Kyoshi nahm die letzten 4 Stufen gleichzeitig, gab ihr einen Kuss und nahm ihre Hand. "Bis später."rief er seiner Mutter zu, als er sie bereits aus dem Haus geleitet hatte. "Na, wie geht es Dir heute Morgen?", fragte der Junge Stadtherr. "Ich habe Hunger!", sie buffte ihn in die Seite. "Hast mich ganz schön warten lassen!" flirtete Sie ihn an. "Jahaaa, ich brauche meinen Schönheitsschlaf!" Kyoshi fuhr sich demonstrativ durch sein volles Haar und lächelte seine Freundin dabei an. "Spinner!", gab sie provozierend zurück! "Na na na Junge Frau, wie redest Du denn mit dem Stadtherrn!", flunkerte er versucht ernst. "So wie es mir passt!" entgegnete Sie nun prustend und mit dem Finger auf seine Nase stubsend.

      Sie erreichten den Speisesaal. Kyoshi sah ebenso verwundert Isolde und Tako miteinander lachen. Es war ein toller Start in den Tag, der noch einiges für sie bereit halten würde.

      -Fortsetzung folgt-

      The post was edited 1 time, last by [NICK]souliii ().

    • Die Prophezeiung – die zweite Geburt [Fortstetzung]

      "Guten Morgen, Sie haben nach mir rufen lassen?", fragte der Miraju-Offizier, der wie am Tag zuvor verabredet, bereit zum Aufbruch war. "Ja, das habe ich. Meine Freunde und ich benötigen noch ein paar Minuten, dann würden wir uns gerne auf den Weg machen. Wie ich sehe sind Sie bereit?", fragte Kyoshi in etwas nervösem Ton. "Ja, das bin ich Herr!", war die schlichte Antwort des Offiziers.Nun gut, dann bedienen Sie sich, sofern Sie noch Hunger haben. Wir sind gleich wieder da."Vielen Dank!", der Offizier sah den reich gedeckten Tisch und nahm sich vom frischen Brot, während die jungen Freunde sich entfernten, um ihre Habseeligkeiten zusammen zu suchen und sich zu verabschieden.

      Besonders Tako fiehl es schwer, die gerade erst kennengelernte Isolde für längere Zeit allein lassen zu müssen, aber sie hatte Verständnis und verabschiedete ihn mit einem Kuss. "Pass auf Dich auf und komme heile wieder!" rief sie ihm hinterher, als er wieder auf den Weg zum großen Saal war.Kyoshi hatte sich bereits von seiner Mutter verabschiedet und für Shakiru hat er einen Boten schicken lassen, der ihren Vater unterrichten sollte. Sie waren also bereit für die Reise ins Ungewisse.

      "Mein Name ist übrigens Pateris, aber man nennt mich meist nur Pater. Wir werden in den nächsten Wochen einige Zeit miteinander verbringen. Wir gehen nun zum Teleporter, der uns direkt ans Ziel bringen wird.", sagte der Offizier, der sich nun wie auch seine jungen Begleiter in Bewegung gesetzt hatte. Niemand sagte etwas, jeder dachte für sich über jenes nach, was gleich passieren würde. Kaum beim Teleporter angekommen, flüsterte der Offizier dem Bediensteten etwas ins Ohr. Er nickte nur und erhob seine Hand. Shakiru mochte diese Art zu reisen nicht. Das Gefühl sich in Nichts aufzulösen und dann wie aus einem Traum erwachend an einem völlig anderen Ort aufzutauchen machte ihr Angst. Auch hatte sie selten genug Gold, um diesen Service nutzen zu können. Kaum dachte sie an jenes merkwürdige Gefühl, schon trat es ein. Sie tat es wie immer. Sie schloss die Augen und ließ es über sich ergehen.

      "Ich mag das nicht.", platzte es aus Shakiru heraus, als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatte. "Ich glaube das tut niemand.", sagte Kyoshi selbstsicher und musterte seine Freundin. "Wir sind da!", informierte Pater und nickte in Richtung von 4 Personen, die in edlen Gewändern ein paar Meter entfernt standen. "Herzlich Willkommen, mein Name ist Negato. Ich bin der Ausbildungsleiter in diesem heiligen Tempel von Miraju! Wir haben bereits auf Sie gewartet! Zu meiner Rechten ist zum einen Koron, der Mentor für den jungen Herrn. Außedem Nevagas als Mentor für den jungen Shugo. Und zuletzt zu meiner Rechten ist Megora, die Mentorin für die junge Lady. Sie haben sich seit Jahren auf diese Aufgabe vorbereitet. Sie müssen sich vor nichts fürchten. Sie werden aufgrund der Macht der Ältesten schon bald von einer unvorstellbaren Stärke ergriffen, an die kein anderer in diesem Tempel je heranreichen wird. Dieses Vertrauen, dass ihnen vom Priester des Alabaster-Ordens entgegengebracht wurde bringt eine gewisse Verantwortung mit sich, der ihr Euch mit Eurem Erscheinen an diesem Ort gestellt habt. Alles Weitere bekommt ihr von Euren Mentoren erklärt. Entschudigt bitte, ich habe jetzt wichtige Aufgaben zu erledigen!", der alte, sehr weise wirkende Herr drehte sich um und verließ den Saal.

      "Herzlich Willkommen!", "Hallo und willkommen.", "Hi!", begrüßten die Mentoren nun auch die Neuankömmlinge des Klosters. "Wir zeigen Euch Eure Unterkünfte, damit ihr Eure persönlichen Sachen ablegen könnt und dann treffen wir uns wieder hier unten.", sagte Megora und stubste Shakiru sanft in den Rücken, um ihr die Richtung zu weisen, in die sie gehen sollte. Folgsam gingen Sie eine wuchtige Treppe hinauf, die in einen schmalen Flur führte, an denen links und rechts viele massive Türen aus dunklem Betuholz folgten. "Dein Zimmer ist klein aber fein", sagte Megora. Sie musste auch noch sehr jung sein, maximal 3-4 Jahre älter als sie selber, schätzte Shakiru. Sie hielten an der letzten Tür des Flurs auf der rechten Seite. Megora öffnete die Tür und gestikulierte mit einer ausladenden Handbewegung in das Innere des Zimmers. Shakiru trat hinein und sah sich um. Es war wirklich sehr klein. Es war fast wie ihr eigenes Zimmer und sehr schlicht eingerichtet.

      "Na, wie gefällt es dir?", fragte Megora mit einem breiten Lächeln in Ihrem mit Sommersprossen übersäten Gesicht. "Sehr schön, ich finds gut. Darf ich fragen, wo meine Freunde untergebracht werden?". "Natürlich darfst Du das, leg deine Sachen ab, dann führe ich Dich dort hin.", antwortete sie eifrig und nahm ihre Hand. "Komm, ich bin schon so aufgeregt. Ich kann kaum erwarten, Deine Kräfte zu spüren!", schoss es aus Megora heraus. "Wie meinst Du das? Werden wir etwa heute schon lernen?". Die Überraschung, die in Shakirus Gesicht erkennbar wurde, ähnelte schon fast einem Schockzustand. "Natürlich! Wir haben keine Zeit zu verlieren! Wir nennen es liebevoll die zweite Geburt!"."Warum nennt ihr es so?", wollte Shakiru mit einem leichten Beben in der Stimme wissen. "Weil Du nach dem heutigen Tag ein vollkommen neuer Mensch sein wirst! Du wirst die Qualitäten und Eigenschaften der Person, die Du schon immer warst in Dir haben, aber auch die von vielen Generationen mächtiger Zauberer!".

      Vor Dir gab es nur einen derartig mächtigen Zauberer. Dieser hat zusammen mit seinen Freunden den letzten großen Krieg beendet. Die Geschichte wiederholt sich, die Vorhersehung hat einen Plan und wir sind ihre Spielfiguren.", gab sie mit einem übertrieben wirkenden Seufzen wieder. Sie liefen einen weiteren Flur entlang. "Ach da bist Du ja!", Kyoshi lief ihr entgegen und nahm ihre Hand, die sie ihm schon engegen streckte. "Magst Du mein Zimmer sehen?", fragte er aufgeregt. "Ja, natürlich..." Sein Zimmer schien ein klein wenig größer zu sein, aber mit der gleichen Einrichtung wie ihres. "Toll!", sagte sie ehrlich. "*räusper* Entschuldigt bitte, wir müssen wieder hinunter. Ihr habt später noch genug Zeit für Euch.", meinte Koron, der sich bereits zur Treppe hingewand hatte und sie hinunter ging. "Tako's Zimmer ist direkt neben meinem.", sagte Kyoshi auf dem Weg zur Vorhalle. "Das ist gut, dann muss ich nicht durchs ganze Haus, wenn ich mich allein fühle.", sagte Shakiru mit einem anschließenden Zwinkern.

      "Stellt Euch an jeweils eine Ecke und schaut auf den Kreis in der Mitte", sagte Nevagas, der der älteste der Runde zu sein schien: "Nun ist es soweit. Wir werden heute gemeinsam Eure Kräfte wecken! Bitte habt keine Angst. Es ist wichtig, dass ihr Euch entspannt. Es wird sich anfühlen, als würdet ihr in einen Raum gerissen, in dem viele Menschen sind, die wild auf Euch einreden. Ihr dürft diese nicht beachten. Konzentriert Euch auf Euer Innerstes. Lauscht in Euch hinein, unternehmt eine Reise in Eure tiefsten Gedanken. Ihr werdet Orte sehen, an denen ihr nie zuvor wart. Ihr werden Gefühle spüren, die nicht auf eigene Erlebnisse basieren und ihr werdet Macht fühlen, die ihr Euch einverleiben müsst. Haltet sie fest, als würde Euer Leben davon abhängen. Ihr könnt sie allein durch Eure Gedanken an Euch binden. Nehmt alles mit, was ihr zu greifen bekommt und was ihr in der Lage seid zu tragen! Mit der Zeit wird das immer schwerer, allein die Kraft Eurer Gedanken ist maßgeblich für die Stärke Eurer einverleibten Macht. Setzt Euch ein Ziel, etwas wofür es sich lohnt zu kämpfen, wofür ihr alles geben würdet. Stellt Euch vor, ihr könnt dieses Ziel nur erreichen, wenn ihr all die Macht, die in Euch wohnt aufnehmt und haltet durch. Nur wer die Reise ins Innere von Euch selbst beenden kann, wird unvorstellbare Macht erlangen. Am Ende werdet ihr ein gemeinsames Ziel erreichen. Dieses Ziel ist Eure Bestimmung. Lenkt die Macht auf dieses Ziel und ihr habt es geschafft. Also gebt Euch Mühe!". Die drei Freunde nickten.

      "Schließt jetzt Eure Augen!", Nevagas begann Formeln in einer alten, kaum mehr benutzen Sprache zu flüstern. Er erhob seine Hände und es bildete sich eine helle Aura um ihn herum. Die Aura breitete sich immer mehr aus, bis sie Kyoshi, Tako und Shakiru in sich einschloss. Sie hoben etwas vom Boden ab und tauchten in ihr Bewusstsein ein. Es war wie Nevagas gesagt hatte. Es schien als würden sie die Erinnerungen von hunderten mächtigen Zauberern, Heilern und Kämpfern durchqueren. Sie konzentrierten sich auf Ihre Aufgabe, sahen immer wieder grelle Blitze vor sich aufleuchten, die sie mit ihren Gedanken gefangen nahmen. Aus den kleinen Blitzen wurden immer größer werdende Kugeln. Es verlangte alles von ihnen ab und immer wenn einer von ihnen aufgeben wollte, war der andere da und half ihm durchzuhalten. Ihre Ziele waren klar. Sie wollten es füreinander schaffen, sie wollten den jeweils anderen nicht enttäuschen und das taten sie nicht. Als sie glaubten an der Macht zu zerbersten, sahen Sie etwas was sie kannten. Es war der Drache, den ihre Abbilder bei der Nutzung der Kugel der Vorhersehung bekämpft hatten. Seine Vernichtung war das Ziel und damit das Ende des Krieges? Es blieb keine Zeit darüber nachzudenken. Sie lenkten die gesammelte Macht auf den gleißend hellen Drachen, der mit einem ohrenbeteubenden Brüllen die Ankunft der 3 jungen Freunde ankündigte. Die Druckwelle riss sie aus ihrem Innersten heraus und sie waren zurück - zurück in der Vorhalle des Tempels.

      [Fortsetzung folgt]

      The post was edited 1 time, last by [NICK]souliii ().

    • Die Prophezeiung – Machtspielchen

      "Wow, das war der Wahnsinn!", keuchte Kyoshi vollkommen außer Atem. "Ich habe nie etwas ähnliches erlebt!", fügte er hinzu, als sich alle Augen auf ihn gerichtet hatten. "Dabei hast Du noch gar nichts gesehen!", presste Koron heraus, der sich ein Lachen verkneifen musste. "Die normale zweite Geburt, die ein Miraju-Anhänger durchlebt ist aber weit weniger schwierig. Dieser muss nur die Kraft ihres diekten Vorfahren in sich aufnehmen. Ich hofe Ihr wart erfolgreich?!", wurf Nevagas ein. "Ja, ich denke schon.", antwortete Shakiru überzeugt. "Wieviele konntet ihr sammeln?", fragte Megora sichtlich aufgeregt. "Ich denke, es waren alle...", sagte Shakiru unsicher und sah ihre beiden Freunde an. "Ja, ich denke auch, dass es alle waren!", fügte Kyoshi und schließlich auch Tako hinzu.

      "Das ist doch nicht möglich!", dachte Nevagas laut, der sichtlich irritiert seinen Kopf gesenkt hatte und nachdachte. "Das heißt ihr habt die Macht der alten und die...", Stille trat ein. "Das kann doch nicht sein, oder?", fragte Megora ungläubig. "Nur weil es das noch nie gab, heißt es nicht, dass es unmöglich ist!", platzte es aus Koron heraus, der nun
      seine Arme in die Hüften gestützt hatte und seinen Schützling bemusterte. "Hätte ich Dir gar nicht zugetraut!", fügte er lachend hinzu und legte seinen Arm über Kyoshis Schulter. "Der Mann gehört zu mir und ich werde ihn zum stärksten Gladiator, den dieses Reich je gesehen hat, machen!", Koron lachte laut.

      "Dann lasst es uns ausprobieren, was meint ihr?", Megora klatschte die Hände vor ihrem Gesicht zusammen. Sie hatte lange auf diesen Tag gewartet. Für sie war es keine Aufgabe, die sie erfüllen musste. Sie fühlte sich dazu berufen. Sie wollte Anteil an der Erfüllung der Prophezeiung haben. "Ja! Ich denke es ist an der Zeit. Wir musste alle genug warten. Lasst es uns testen!", floss es regelrecht über die Lippen, des sonst so reservierten Nevagas. "Warum fragt uns keiner?", schoss es aus Tako heraus, der etwas unsicher war, ob das was sie eben erlebt hatten, wirklich seine Kräfte freigesetzt hatte."Weil wir Eure Mentoren sind!", sagte Nevagas trocken, aber dennoch bemüht vorsichtig hinzu. "Aha, na dann!", quoll es aus Tako trotzig heraus, der sich offenbar bemühte nichts hinzuzufügen.

      "Lasst uns in die Arena gehen!", Koron deutete in Richtung einer großen massiven Tür am Ende des Saals. Sie setzten sich in Bewegung und betraten eine riesige Halle- Eine große Kuppel erstreckte sich über den gesamten Platz. Es gab Übungspuppen, große Kerker mit schaurigen, offenbar sehr gefährlichen Tieren. am Rande der Arena. "Hier werdet Ihr
      viel Zeit verbringen", sagte Koron mit einem breiten Lächeln im Gesicht. "Jetzt werden wir mal schauen, was ihr für Kräfte besitzt. Kyoshi komm zu mir!", fügte er mit einer heranwinkenden Handbewegung hinzu. Der Junge Herr ging zu ihm und stand nun vor einer Übungspuppe. Koron zog sein Großschwert und übergab es dem etwas unsicheren Schützling in die Hand."

      "Das ist eine mächtige Waffe. Sie ist leichter als eine Hellebarde und damit bist Du etwas schneller. Deine Waffe musst Du später selber wählen, aber für diesen Zweck sollte das reichen!", Kyoshi nickte und Koron fuhr fort: "Konzentriere Dich auf diese Waffe. Du musst den Griff spüren, die Schneide und die Spitze! Es geht nicht ums Sehen, sondern ums Fühlen! Deine Waffe ist Dein verlängerter Arm und Dein Arm hat Macht! Übertrage diese Macht auf Deine Waffe. Gefühle verstärken die Macht. Es kann Hass, Wut, Freundschaft oder Liebe sein. Es darf aber keine Angst sein! Wenn Du das beherzigst, wirst Du sogar entfernte Ziele angreifen können! Nun konzentrierst Du Dich auf die Puppe vor Dir, Du wirst nicht nah genug herantreten, um sie direkt zu schlagen. Stell Dir vor, wie sich Deine Klinge vom Schwert löst und Dein Ziel trifft. Aber denke daran, du musst Dein Schwert fühlen und lenken! Packe ein Gefühl in den Schlag. Versuche es am Anfang mit Wut, das ist eines der am leichtesten zu kontrollierenden Gefühle!".

      Kyoshi nickte und nahm Kampfhaltung ein. Er fokusierte das Ziel. Er wusste nicht, wie er Wut hervorrufen sollte. Er hatte keinen Grund dafür. Er kramte in seinen Erinnerungen.. da war sein Vater, der für ihn sterben musste, der sein Leben gelassen hatte, damit er sein Schicksal erfüllen konnte. Das machte ihn wütend, sehr sogar. Er holte aus, fühlte das Gewicht und die Größe im Innersten und stellte sich vor, wie sich die Klinge vom Griff löste und das Ziel traf. Die Puppe war zerborsten. Ungläubig schauten alle auf sein Werk. Kyoshi selber war nicht bewusst, überhaupt zugeschlagen zu haben. Er sah abwechselnd auf die geschundene Puppe und dann auf das Schwert.

      "Bravo, bravo!", platzte es jetzt aus Megora heraus, die klatschend auf und ab hüpfte. Koron schluckte tief und japste nach Luft: "Ich, ich habe soetwas noch nie gesehen!". Kyoshi gab ihm sein Schwert zurück. Er hatte noch nichts gesagt. Er verstand nicht, was da eben geschehen war. "War ich dass wirklich?", dachte er unentwegt, während er zu Shakiru ging. Sie sah ihn an. Der Stolz, der sie übermannt hatte, war nicht zu übersehen. "Nun ist mein Schützling dran! Wir werden das überbieten!", feixte Megora und schnappte sich Shakiru, die jetzt viel lieber Kyoshi geküsst hätte. "Dort stehen 6 Puppen, Du wirst Sie mit ein mal zerstören!". Megora nahm ihren Armschmuck ab und legte ihn an Shakirus Handgelenk an. "Dies ist eine Magiekugel. Zauberstäbe sind für Zauberer unbrauchbar. Zu klobig
      und langsam. Damit können sich die Heiler und Kantoren rumärgern.", fügte sie Tako anfunkelt hinzu, der das mit einem Schulterzucken hinnahm.

      "Konzentriere Dich auf die Kugel. Wie auch Dein Freund dies tat, musst Du Deine Waffe fühlen.", Shakiru wurde rot und schaute kurz zu Kyoshi. "Hier spielt die Musik!", sagte Megora amysiert. "Nun erwecke sie zum Leben. Lasse die Kugel aus der Verankerung gleiten und zwischen deinen Händen schweben. Dazu musst Du Dich auf deine Kraft konzentrieren und sie gedanklich in die Kugel leiten. Den Rest macht die Kugel alleine." Sie tat es wie es ihr gesagt wurde und die Kugel gleitete aus der Verankerung. "Fein, Fein! Nun konzentriere Dich auf das Ziel. Hass ist stärker als Wut und du brauchst starke Gefühle um starke Zauber zu wirken. Also Denke an Hass und leite ihn duch die Kugel auf
      dein Ziel! Gehe tief in Dich und nutze das Wissen Deiner Vorfahren. Die Zauberformeln stecken tief in Dir. Für den Anfang reicht es, wenn Du sie flüsterst." Shakiru konzentrierte sich. Sie ging in sich und suchte nach einer Formel, die den gewünschten Effekt liefern würde. Eine Stimme tief in Ihr flüsterte sie ihr zu. Mittlerweile wunderte sie das
      nicht mehr, nachdem sie die letzten Minuten erlebt hatte. Jetzt brauchte sie Hass - aber Hass auf wen? Sie überlegte, wen sollte sie hassen? Die Balaur, die Ihre Mutter getötet hatten? Verdient hätten Sie ihren Hass, also versuchte sie es. Sie konzentrierte sich auf das Ziel "Vince pa pis!". Ein kleines Puffen.. nichts weiter als ein kleines Puffen lies
      vermuten, das jemand gezaubert hatte. Was war passiert? Shakiru fing an an sich zu zweifeln. Hatte sie wirklich alles richtig gemacht?

      Tako ging auf sie zu und flüsterte ihr etwas ins Ohr. "Ich kenne Dich jetzt schon so lange. Hass ist das falsche Gefühl für Dich. Du kannst niemanden hassen. Versuchs mit Liebe!". Er zwinkerte ihr zu und ging zurück an Kyoshis Seite, der zu ahnen schien, was er ihr gesagt hatte. Er nickte nur und fasste sich an sein Herz. Sie ließ die Kugel wieder zwischen die Hände gleiten, konzentrierte sich und bevor sie die Formel zuende gesprochen hatte, fingen die Puppen an zu glühen und zerfielen zu Staub. "Hahaaaaa, ich wusste dass Du es kannst - ich wusste es!". Megora sprang Shakiru regelrecht an und umarmte sie. "Habt ihr das gesehen? Sie hat es voll drauf!". Tako und Kyoshi klatschten auch und
      waren stolz auf ihre Freundin.

      "Nun ist mein Schützling dran!", sagte Nevagas sichtlich angestachelt. "Komm zu mir!", er folgte seiner Anweisung und stellte sich neben seinen Mentor. "Deine Aufgabe ist eine der wichtigsten überhaupt! Du sorgst dafür, dass Deine Freunde überhaupt ihr Ziel erreichen. Ohne Dich würden sie keine Ihrer Aufgaben bestehen können. Du gibst ihnen Lebenskraft, heilst Ihre Wunden und sorgst dafür, dass sie weiterkämpfen können! Deine Freunde stellen sich jetzt dort hin!", sagte Nevagas bestimmend. "Neva, was tutst Du?", fragte Koron sichtlich irritiert."Ich bilde meinen Schützling aus und erteile Euren zusätzlich eine Lektion, die sie nicht vergessen sollten!" war die energische Antwort des erfahrenen Ausbilders.

      "Hier ist mein Schild und mein Kolben. Das ist in meinen Augen die richtige Ausrüstung für einen Kleriker mit Verantwortungsbewusstsein! Das wichtigste ist Dir bekannt. Fühle Deine Waffen! Das Schid schützt Dich, der Kolben wirkt Deine Zauber. Konzentriere Dich und folge Deinem Instikt. Alles was Du brauchst trägst Du hier!", Nevagas klopfte mit seiner Faust gegen seine Brust: "Hier zählt nur Herz und umso wichtiger Dir Deine Freunde sind, umso besser kannst Du ihnen helfen! Megora heize ihnen ein!".

      Unsicher über die Vorgehensweise von Nevagas, begann Megora Zauber gegen Shakiru und Kyoshi zu wirken. Sie krümmten sich vor Schmerzen. "Es ist Zeit mein Junge, ihnen zu helfen!". Tako sah seine Freunde an. Er konnte nicht ertragen, dass ihnen Schmerzen zugefügt wurden. Er konzentrierte sich auf seine Freunde. Die Worte kamen, als wären sie schon immer in seinem Kopf gewesen "Jea-von-pak". Gleißendes Licht umhüllte seine Freunde. Sie richteten sich auf. Trotz der Angriffe, die sie immerwieder ereilten, schienen die Schmerzen nachzulassen.

      Megora stieß einen Fluch nach dem Anderen hervor. Immer wieder hörte man Tako die Worte sprechen. Er fühlte, wie er schwächer wurde. "Hör auf, rief er vollkommen erschöpft!", doch Megora tat es nicht. Tako wurde wütend und zur Wut kam Verzweiflung. Er wusste nicht, wie lange er ihnen noch helfen konnte. Plötzlich drehte er sich zu Megora, seine Hand fing an zu leuchten "Ziregev". Megora viel auf der Stelle um. Nevagas lief zu ihr und begann eine Formel zu flüstern. Megora öffnete die Augen und stand auf. Geschwächt, aber offenbar geheilt, würgte sie 2 Worte heraus: "Gut
      gemacht!". Tako setzte sich. Er musste verschnaufen...

      "Was habt ihr gelernt?", fragte Nevagas. "Dass ihr irre seid?", sagte Tako sichtlich verärgert. "Und außerdem?", Koron schmunzelte. "Dass wir stark sind, aber nicht unverletzbar...", stammelte Shakiru "..und dass unsere Kräfte nicht endlos sind..", fügte Kyoshi hinzu. "Sehr gut, bravo!", sagte Nevagas sichtlich begesitert. "Wir werrden unsere wahre Freude mit Euch haben! Ich bin sehr stolz auf Euch... Nein, wir sind sehr stolz auf Euch!", fügte er hinzu. Koron und Megora nickten nur. "Nun habt Ihr zeit für Euch. Pater wird Euch den Tempel zeigen. Ruht Euch aus, morgen geht es weiter!", sagte Megora immer noch aufgewühlt von dem gerade erlebten.

      -Fortsetzung folgt-

      The post was edited 1 time, last by [NICK]souliii ().

    • Die Prophezeiung – das geheime Gespräch

      Obwohl die drei jungen Freunde schon so viel an diesem Tag erlebt hatten, war dieser noch jung. Pater hatte ihnen den Tempel gezeigt. Neben den vielen, teilweise endlos wirkenden Gängen, gab es auch wunderschöne Räume und Hallen. Besonders der Raum der Stille hatte es Shakiru angetan. Sie war überwältigt, als sie die hohe Decke mit der Glaskuppel darüber erblickte. Mitten im Raum stand ein dicker, uralter Baum, dessen Äste und Blätter mit dem Licht spielten und eine Ruhe ausstrahlten, die tief in Shakiru eindrang und ein Gefühl der Vollkommenheit auslöste. "Dieser Raum dient der Meditation und Selbstfindung!", hatte Pater gesagt. Man könne dort in die verstecktesten Winkel seiner Seele eintauchen, meinte er und wies auf einen Templer, der am Boden saß und vollkommen abwesend schien. Tako meinte eine starke Aura um ihn herum wahrnehmen zu können, doch Kyoshi und Shakiru konnten nichts sehen.

      Takos Vorliebe für's Essen hatte ihn aufhorchen lassen, als Sie den Speisesaal besichtigt hatten. Es gab regelmäßig mindestens 3 Speisen zur Auswahl. Die Bewohner und Gäste des Tempels könnten so viel essen, wie es ihr Magen erlauben würde. Der Saal war durch mehrere halbhohe Wände unterteilt, so dass sich abgetrennte Bereiche bildeten. Alles in Allem wirkte er trotz der enormen Größe sehr gemütlich und obwohl man sich unterhielt war es doch angenehm still um sie herum. "Der Saal verfügt, wie auch der Raum der Stille, über bauliche Besonderheiten, die den Lärm eindämmen. Uns ist eine gewisse Diskretion und Privatspähre sehr wichtig. Fast alle größeren Räume sind derartig gebaut worden.", fügte er mit gehobenem Finger hinzu.

      Als Pater mit seinen Begleitern den Raum der Kühnheit erreichte, war auch Kyoshi begeistert. Der Raum voller Waffen, Rüstungen und Trainigspuppen hatte sein Interesse auf sich gelenkt. Hier war alles zu finden. Vom Bogen bis hin zur Hellebarde, von Stoffrüstungen bis hin zu schweren Plattenrüstungen. "In diesem Raum könnt Ihr Euch Trainigswaffen und -Rüstungen aussuchen. Diese behaltet Ihr bis ihr Eure eigenene bekommt!", sagte Pater. Als Kyoshi "eigene" hörte, leuchteten seine Augen. Er wollte sofort wissen, wann er diese bekommen würde, doch Pater wehrte diese Frage mit einem simplen "Alles zu seiner Zeit!" ab. Mit dieser Antwort hatte Kyoshi nicht gerechnet und offenbar musste er sich daran gewöhnen, dass er hier einer von vielen war und genau wie jeder andere behandelt werden würde.

      Inzwischen war es fast Mittag und sie befanden sich im Tempeleigenen Park, der sich südlich um den Tempel herum erstreckte. Er war sehr gepflegt, Gärtner beschnitten Hecken und Blumen, Vogeltränken wurden geputzt. Dieser Ort war geheim und doch so groß. Sie wussten nicht wo genau dieser Tempel stand und ob er überhaupt im Reich der Elyos war. Pater verabschiedete sich und wünschte den 3 Freunden einen schönen und erholsamen Nachmittag. Shakiru war froh, dass sie nun Zeit für sich hatten. "Ich habe Hunger, kommt ihr mit zum Essen?", fragte Tako, der seinen knurrenden Bauch streichelte. "Nein, ich bleibe noch etwas und werde später etwas essen.", antwortete Shakiru und sah dabei Kyoshi an, der offenbar verstand und dann zu Tako gewandt sagte: "Geh nur und lass es Dir schmecken!". Tako nahm dies so hin und ging zurück in den Tempel.

      "Danke, dass Du bei mir geblieben bist.", sagte Shakiru leise und legte ihre Arme um Kyoshi. "Diese Gelegenheit lasse ich mir doch nicht entgehen?", meinte Kyoshi mit einem Lächeln im Gesicht.". Sie küsste ihn zärtlich und legte Ihren Kopf auf seine Brust. "Hast Du Angst?", fragte sie etwas verunsichert. "Ich weiß nicht ob es Angst ist, ich glaube es ist Ehrfurcht vor all diesen neuen Eindrücken.", sagte er behutsam. "Ich meine, wir haben heute das erste Mal Kräfte genutzt, von denen wir nicht einmal wussten, dass wir sie haben.", fügte er hinzu und drückte seine Freundin fest an sich. "Du bist extrem Stark mein Schatz.", flüsterte er. "Was hast Du gesagt?", sie blickte auf. "Du bist extrem stark, habe ich gesagt." - "Nein das andere!" - "mein Schatz?" - "Ja, das habe ich gemeint. Du hast mich noch nie so genannt!", ihr wurde warm und sie fühlte sich in seinen Armen aufgehoben. "ich habe mich Dir auch noch nie so nah gefühlte.", antwortete Kyoshi ehrlich und wirkte gar nicht mehr wie ein Jüngling, dem zu früh seine Kindheit genommen wurde, sondern wie ein junger Mann, der wusste was er will und wer er ist. "Das hast Du schön gesagt!", nuschelte sie, als sie sich wieder an ihn schmiegte.

      Während das Pärchen ihre gemeinsame Zeit im Park genoss, saß Tako im Speisesaal und leerte einen Teller nach dem anderen. Zwei Männer hatten sich einen Tisch weiter gesetzt und schienen sich angeregt zu unterhalten. Er konnte nur Bruchstücke vom Gespräch aufnehmen, obwohl sie ihm so nahe saßen. Das war echt erstaunlich, was die Ingenieure hier geleistet hatten. Ein Wort ließ ihn hellhörig werden: "Prophezeiung". Etwas angeschlagen wegen seinem vollen Bauch, hiefte er sich von seiner Bank hoch und schlich sich an die zwei Fremden heran. "Sie sollen über außergewöhnliche Kräfte verfügen und sogar direkt nach der zweiten Geburt einen Mentor veletzt haben.", sagte einer der beiden, der ein sehr schmales Gesicht, schwarze Haare und eine Stofftunika an hatte. "Das ist unglaublich, wenn ich bedenke, dass die meisten danach normalerweise in Ohnmacht fallen und nicht mal zum Stehen in der Lage wären.", sagte der andere, der wie ein Kleriker aussah. Er hatte eine Kettenrüstung an, die nicht sehr sauber wirkte und sein Haar war fettig, als wäre es seit Monaten nicht gewaschen worden. Das dicke Gesicht und sein Bauch, der doppelt so groß wie Takos zu sein schien, ließ vermuten, dass er gerne aß. "Ich habe gehört, dass es am Ende der Ausbildung einen Test geben soll, den es in dieser Form noch nie gegeben hat.", sagte das Magergesicht. "Wie meinst Du das?", fragte der dicke und sah sich um, als würde er eine verbotene Frage stellen, die keiner hören darf. "Sie sollen ein Wesen aufsuchen und töten, das schon viele Elyos auf dem Gewissen hat. Niemand, der versucht hat dieses Wesen zu töten ist je lebend zurückgekehrt.", flüsterte er als Antwort auf die Frage.

      Tako wurde bleich. Auf einmal hatte er keine Lust mehr auf das restliche Essen auf seinem Tisch. Er beschloss den Speisesaal zu verlassen und seine Freunde zu suchen.

      -Fortsetzung folgt-

      The post was edited 1 time, last by [NICK]souliii ().

    • Die Prophezeiung – das geheime Gespräch

      Fortstezung:

      Tako musste nich lange suchen. Seine beiden Freunde waren dort, wo er sie zurückgelassen hat. Sie hatten sich auf einer Wiese an einem Baum niedergelassen. Shakiru lehnte sich mit ihren Rücken gegen Kyoshi, der seine Arme um sie gelegt hat. "Ich - ich - muss Euch was erzählen!", schnaufte Tako vollkommen aus der Puste und seinen Bauch haltend, als würde er sonst auf den Boden fallen. Shakiru und Kyoshi schauten ihn fragend an. "Was ist denn los?", fragte Kyoshi mit gerunzelter Stirn. "Ich - ich habe eben ein Gespräch mitbekommen und - und ich sag Euch, wir sollten hier verschwinden!", hechelte Tako und wankte dabei, als würde er gleich umfallen. "Nun setz Dich doch erstmal hin und hole Luft!", brach es aus Shakiru heraus, die nun besorgt ihren jungen Freund ansah.

      Tako setzte sich widerwillig, holte tief Luft und versuchte sich zu beruhigen. "Nun erzähl mal, was Du gehört hast!", meinte Kyoshi mit sanfter Stimme. Tako versuchte so genau wie möglich das erlebte wiederzugeben und nachdem er damit abgeschlossen hatte, sahen sich die drei abwechselnd an. "Glaubt Ihr da ist etwas dran?", fragte Shakiru in die kleine Runde blickend. "Ich weiß es nicht, aber wir sollten uns davon nicht beeindrucken lassen!", sagte Kyoshi mit fester Stimme. "Ich bin mir sicher, dass wir keiner Gefahr ausgesetzt werden, die wir nicht auch meistern können!", fügte er hinzu und legte seine Hände auf die Schultern seiner Freunde, als würde er die Last, die darauf zu liegen schien, von ihnen abstreifen.

      "Du hast wohl recht..." versucht Tako sich selber zu beruhigen. "Wir haben noch gar keine Ahnung, wie viel wirklich in uns steckt, nicht wahr?", fragte Shakiru mehr sich selbst, worauf aber auch Ihre beiden Freunde reagierten und ihr beipflichteten. "Lasst uns heute früh zu Bett gehen! Ich denke wir sollten morgen ausgeschlafen sein!", sagte Tako, der wieder etwas Mut gefasst hatte. Sie sahen sich an und da war es wieder - das blinde Verständnis. Sie gingen zurück in den Tempel. Weil Shakiru und Kyoshi noch nichts gegessen hatten, wünschten Sie ihrem Freund eine gute Nacht und gingen zum Spiesesaal, wo sie ihre Abendmahlzeit zu sich nahmen. Sie hatten nicht mehr viel gesprochen. Das war auch nicht nötig. Sie verabschiedeten sich mit einer festen Umarmung und einem sehr zärtlichen Kuss und gingen in ihren Zimmern zu Bett. Trotz des aufregenden Tages dauerte es eine Weile, bis sie einschlafen konnten. Auch waren die Betten des Tempels nicht ganz so bequem wie die der letzten Tage. Dennoch war es ein angenehmes Gefühl, den Körper in die weichen Matratzen sacken zu lassen.


      Die Prophezeiung - ungewöhnliche Schritte

      Die Nacht war kurz. Ein dumpfes Schallen in den Fluren läutete den Morgen ein. Es hört sich an, als würde eine überdimensionale Glocke geschlagen, die sich irgendwo im Inneren des Tempels befinden musste. Das war wohl der Weckruf für die Schüler und Mentoren des Tempels. Shakiru war nassgeschwitzt und fühlte sich nicht sonderlich wohl. Trotz allem machte Sie sich frisch, zog sich ihre neue Tempelbekleidung an, die einer Tunika ähnelte und machte sich auf den Weg zu Kyoshi und Tako. Die beiden standen bereits vor Ihrer Tür. Auch sie schienen nicht sonderlich gut geschlafen zu haben, denn dunkle Augenringe und glasige Augen schmückten ihr sonst so makelloses Gesicht. Bei dem Gedanken daran musste sie innerlich schmunzeln, obgleich ihr klar war, dass sie heute auch nicht sonderlich gut aussehen würde.

      "Guten Morgen Schatz!", sagte Kyoshi leicht mitgenommen aber mit weicher Stimme, bevor er Ihr ein Küsschen gab. "Guten Morgen ihr beiden!", antwortete sie nun und sah Tako an. "Morgen..", erwiderte er mit müder Stimme und nickte in Richtung Treppe. "Ich habe Hunger, lasst uns etwas essen gehen...", fügte er hinzu und rieb sich dabei seinen Bauch. Die beiden nickten nur und folgten ihrem Freund zum Speisesaal. Es gab leckere Eier mit gebratenem Speck, eine äußerst wohlschmeckende Süßspeise und frisches Brot. Frisch gestärkt gingen Sie in Richtung der Halle des Ruhms, wo sie sich an diesem Morgen mit ihren Mentoren treffen sollten. Diese saßen dort bereits auf einer Bank und unterhielten sich angeregt. "Oh, hallo ihr drei!", kreischte Megora mit einer quiekenden Stimme, die der eines Kleinkindes ähnelte. Die anderen Mentoren nickten und fügten ein plumpes "Hallo" an, womit wohl der Freundlichkeit genüge getan war. Die drei taten es ihnen gleich, gingen ihnen auf wenige Meter entgegen und warteten auf weitere Anweisungen.

      Die Anspannung stieg. Niemand sagte etwas. Es war eine unheimliche Stille und auch wenn es sicher nur ein paar Sekunden waren, so schien es doch eine halbe Ewigkeit gewesen zu sein, bis Koron seine Stimme erhob: "Entschuldigt diesen merkwürdigen Empfang meine Schützlinge! Wir haben die Nacht durchgemacht, weil wir uns beraten wollten, wie wir Euch ausbilden werden. Eure kleine Vorführung gestern hat uns zugegebenermaßen sehr überrascht und wir glauben, dass eine normale Ausbildung das Ausmaß Eurer Fähigkeiten nicht gerecht wird.", er unterbrach und schaute Nevagas an, der nun fortfuhr: "Ja, genau so ist es. Wir werden mit Euch nicht in unserem Tempel trainieren! Die Gefahr, dass wir hier etwas in Schutt und Asche legen ist zu groß und hier sickert offenbar zu viel durch!", er lief jetzt auf und ab und fuhr fort: "Es ist nicht schlimm, dass bekannt wird, dass ihr hier seid, aber das Ausmaß Eurer Fähigkeiten sollte unter uns bleiben. Wir möchten nicht, dass das Wissen darum in falsche Hände gerät. Außerdem haben wir außerhalb dieser Mauern mehr Möglichkeiten." , schloss er mit einem Nicken ab.

      Megora ergriff das Wort: "Packt Eure Sachen ihr hübschen, wir machen einen Ausflug! Wir treffen uns gleich wieder hier unten und porten zu einem Außenposten, den wir für Eure Ausbildung ausgewählt haben." Vollkommen geschockt von der neuen Entwickung eilten die drei Freunde in ihre Zimmer, griffen ihr Hab und Gut und trafen sich kurz darauf wieder in der Halle des Ruhms, wo ihre Mentoren, bereit zum Aufbruch, auf sie warteten. Niemand sagte etwas! Shakiru griff nach Kyoshis Hand. Tako schien erstaunlich gefasst zu sein. Sie eilten gemeinsam zum Teleporter und bevor sich Shakiru wieder über das mulmige Gefühl beim Porten aufregen konnte, waren Sie auch schon am Zielort angekommen. Sie befanden sich auf einer kleinen Lichtung auf einem größeren Felsvorsprung. Es war ein kleiner Außenposten, der inmitten der Natur und tierischen Geräuschen etwas bedrohlich wirkte. "Ihr könnt Eure Unterkunft beziehen!", sagte Megora, während sie mit ihrer gelassenen Art auf ein großes Zelt deutete. Die drei schauten sich an und folgten der Anweisung, indem sie die gerade abgestellen Taschen wieder aufnahmen und ins Zelt gingen.

      -Fortsetzung folgt-

      The post was edited 2 times, last by [NICK]souliii ().

    • Die Prophezeiung - ungewöhnliche Schritte


      -Fortsetzung-

      "Ist schon komisch, meint ihr nicht?", fragte Shakiru unsicher, als sie im Zelt ihr Quartier bezogen. "Ja, diese Geheimnistuerei macht mich schon etwas mistrausch.", antwortete Kyoshi. "Ich denke es war das beste, was uns passieren konnte!", entgegnete Tako trocken. "Im Moment ist es das Beste für alle beteiligten, wenn so wenig wie möglich nach außen dringt! Ich hoffe nur, dass es hier auch so gutes Essen gibt!", fügte er hinzu und musste dabei grinsen.

      "Hallo?!", schallte es durch die dünne Zeltwand. "Wir sind gleich fertig!", antwortete Shakiru schroff, während sie noch schnell ihr Haar bürstete. "Ah, OK.. wir warten!", antwortete eine männliche Stimme, welche die drei Freunde als Nevagas, ihren Mentor identifizierten. Kyoshis Augen funkelten, als sie ihr Zelt wieder verlassen hatten und nun auf drei große Kisten niederschauten. "Ja, meine jungen Freunde! Dies ist Eure Ausrüstung für die nächste Zeit. Wir werden Euch lehren mit den darin enthaltenen Waffen umzugehen, die Rüstungen zu verstärken und das gesamte Potenzial Eurer Fähigkeiten auszuschöpfen! Darum sind wir hier! Ich erwarte höchte Konzentration und Einsatzbereitschaft! Euer Leben könnte davon abhängen!", sagte Nevaga und musterte die drei Freunde, indem er ihnen nacheinander in die Augen sah.

      "Na dann wählt Eure Waffe und legt Eure Rüstungen an!", befahl Koron, der es offenbar kaum erwarten konnte, endlich mit dem Trainig zu beginnen. Kyoshi eilte aufgeregt zu seiner Kiste, in der er eine eher schlichte aber recht stabil wirkende Plattenrüstung, mehrere Schwerter, einen Kolben, ein Schild und eine Hellebarde fand sowie diverse Accessoires die ein wenig mädchenhaft wirkten. Er begann ziemlich unbeholfen die klobige Rüstung anzulegen, was Shakiru sofort merkte und ihm dabei half. Er wählte die Hellebarde als Waffe, denn diese trug er auch in seiner Vision. Er sah aus wie ein großer Krieger, wenn auch ein eher armer Krieger, denn so aufpoliert wie das, was er gewohnt war, war diese schlichte Rüstung nicht. "Den Schmuck auch?", stammelte Kyoshi, während er eine Kette in der Luft pendeln lies. "Ja, die komplette Ausstattung bitte! Wir erläutern Euch später, was es damit auf sich hat!", bemerkte Koron ruhig.

      Tako und Shakiru begutachteten nun auch ihre Kisten. Tako kannte die Rüstung, die er darin vorfand. Der unsaubere Dicke im Speisesaal trug die gleiche, nur war diese hier sauber. Ohne Probleme schlüpfte er in die Kettenrüstung, die dank des großzügigen Schnittes über die kleine Kugel, die sein Bauch war, passte. Natürlich hatte er nicht vergessen was sein Mentor über die Waffenwahl gesagt hatte und entschied sich gegen den Stab und für den Kolben mit Schild. Shakirus Augen wurden glasig, als sie ihre Stofftunika genauer betrachtete. Obwohl diese zu der schlichteren Ausstattung eines Magiers gehörte, war sie wunderschön. Sie nahm Ihre Sachen und entschuldigte sich kurz. Sie ging ins Zelt, zog sich ihre neue Bekleidung, den Schmuck und ihre Magiekugel an und eilte zurück zu Ihre Freunde.

      "Wow!", Kyoshi sah gebannt seine Freundin an, die nun in einer hellblauen, figurbetonten Tunika mit großzügigem V-Ausschnitt vor ihm stand. Ihr Dekolleté war nicht mehr das einen Mädchens, sondern einer Frau. Auch Tako hatte seine langjährige Freundin noch nie so gesehen. "Mund zu! Das ist ja peinlich!", feixte Shakiru, die die Aufmerksamkeit offenbar genoss. "Lasst uns anfangen!", hallte es aus einem kleinen Tal am Fuße des Berges hoch. Megora war den steilen Weg schon hinabgestiegen und wartete. Geschlossen gingen sie ihr nach und je näher sie ihr kamen, desto lauter wurden die Geräusche. Tako meinte einen Schatten wahrgenommen zu haben und deutete in diese Richtung. "Hier gibt es überall Ungeziefer. Mücken sind hier so groß wie Takos Bauch! Von Tausendfüßlern, Wildschweinen und anderes Getier fange ich gar nicht erst an, das werdert ihr gleich selber sehen!", schoss es mit einer gewissen Befriedigung aus Koron heraus.

      "Da seid ihr ja! Das wird aber auch Zeit!", feixte Megora. "Dieser Ort ist anders. Hier werden Tiere größer und stärker als anderswo. Wir nehmen an, dass es an dem konzentrierten Äther liegt, aber mit Bestimmtheit wissen wir es nicht. Auch sind sie aggressiver und extrem zäh! Sie können uns ernsthaft verletzen oder töten, wenn wir nicht aufpassen. Aus dienem Grund bitte ich Euch darum konzentriert zu bleiben!", sagte Nevagas bedeutsam. "Zuerst beginnen wir damit, unser Abendessen zu jagen. Wir werden einen gepanzerten Keiler jagen und zur Strecke bringen. Sie sind sehr schnell und aggressiv. Kyoshi ist am besten vor seinen scharfen Hauern geschützt, wird aber nicht sonderlich viel Schaden an ihm ausrichten. Aus diesem Grund wird er seine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Sobald der Keiler mit ihm beschäftigt ist, wird Shakiru ihre Zauber auf das Schwein wirken und es zur Strecke bringen. Tako wird dafür sorgen, das Kyoshis eventuelle Wunden versorgt werden. Alles verstanden?", fragte Nevagas abschließend.

      Ohne jedoch auf eine Antwort zu warten befahl er: "Los gehts!". Sie schauten direkt auf einen Keiler. Er war riesig, viel größer als es sich die drei Freunde gedacht hatten. Er war doppelt so hoch wie Tako und schnaufte, als wolle er gleich auf sie losgehen. "Na los!", schrie Koron und deutete auf den Keiler. Kyoshi umklammerte seine Stangenwaffe so fest er konnte, streckte sie in Richtung des Keilers und lief auf ihn zu. Der Keiler tat es ihm gleich und sie rasten aufeinander zu. Kyoshi wich seinem Angrif aus und versetze ihm einen Schlag gegen den Hals, was das Tier noch wütender macht. Ein Schlag nach dem anderen traf das Untier. Der Keiler wirbelte mit seinen scharfen Hauern herum, die beinahe so lang wie Kyoshis Hellebarde waren und trafen seine Schulter. Er biss die Zähne zusammen aber blutete stark. Tako streckte seine Hände aus und fing an eine Formel zu flüstern. Kurz daruf heilte die Wunde an Kyoshis Schulter. "Stärke seinen Köper Tako, verleihe ihm mehr Kraft und Ausdauer!", brüllte Nevargas und Tako tat was ihm befohlen wurde. Woher das Wissen dazu kam war ihm nicht klar, aber er vertraute seinem Instinkt, genau wie es Kyoshi und nun auch Shakiru tat.

      Sie lies ihre Magiekugel zwischen ihre Hände gleiten, dachte an das was ihre neu gewonnene Liebe erleiden musste und konzentrierte sich auf ihre Zauberformel. Während sie etwas flüsterte hob sie vom Boden ab und Energiebündel, die wie Drachenschwänze aussahen rotierten um sie herum. Es sah beeindruckend aus und noch beeindruckender war es, als sie erprobt die Energie freigab, indem sie ihre Hand ausstreckte und das Energiebündel wie ein Pfeil in Richtung Keiler schoss. Der Keiler quiekte nur kurz auf und sackte qualment zusammen. Kyoshi hatte es gut 3 Meter zurückgeworfen. Auf dem Boden liegend richtete er seinen Kopf auf, um zu sehen was mit dem Schwein passiert war. Er schaute abwechselnd Shakiru und den getöteten Keiler an. Er war sprachlos. "Ähm, ok.. ich denke das Tier ist gar und wir können dann zeitig essen!", prustete Tako und rieb sich die Hände. Nun konnte sich keiner mehr halten. Inmitten dieser gefährlichen Region lachten sie herzhaft, umarmten sich, gratulierten und machten Ihre Späße. "Ein wenig Feingefühl brauchst Du noch!", feixte Megora und deutete auf eine durchgegarte Stelle des Schweins. "Ich mag es ein wenig blutig lieber!", fügte sie hinzu und konnte sich nicht wieder einkriegen.

      -Fortsetzung folgt-
    • Die Prophezeiung - die Strategie entscheidet

      Es war Mittagszeit, als sie sich an einem gemütlichen Lagerfeuer zusammensetzten und das erlegte, nun liebevoll zubereitete Schwein verspeisten. Dazu gab es ein Laib frisches Brot und Mirina-Gemüse, welches einen süßlich-würzigen Geschmackt hatte und beinahe wie Bohnen aussah. Sie saßen auf dicken, alten Stämmen. Die Tiere des Tals wirkten in diesem Moment schon gar nicht mehr so bedrohlich, wie noch am Vormittag, als sie dort angekommen waren.

      "Ihr habt tolles geleistet da unten!", stellte Megora mit einem zufriedenen und ehrlichen Lächeln fest, während sie ihr Steak beäugte und das Fett sorgfältig davon löste. "Ja, da muff ich ihr beipflichten", fügte Koron mit vollem Mund hinzu, der dabei etwas spuckte und verlegen umherschaute, ob es jemand gemerkt hatte. Nevagas sagte nichts. Er blickte auf seinen Holzteller, auf dem eine Haxe lag. Alle sahen ihn an - erwarteten sie doch auch eine Reaktion des Ausbilders. Doch sie warteten vergebens. "Was ist los mein Freund?", fragte Koron, während er seine Hand auf Nevagas Hulter legte. "Du bist so still?", fügte er mit leiser Stimme hinzu. "Ich denke wir sind vielleicht die falschen Mentoren für solch mächtige Schützlinge!", antwortete er bedacht und hob dabei seinen Kopf. "Wollen wir ehrlich sein! die Macht der drei übersteigt die unsere um Welten. Wie wollen wir ihnen beibringen damit umzugehen, wenn wir sie selber nicht mal kennen?", er senkte den Kopf wieder. Alle dachten über das gesagte nach, denn er war derjenige mit der meisten Erfahrung.

      "Wir müssen ihnen nicht alles beibringen, nur die Verantwortung, die mit dieser Macht einhergeht! Wir müssen ihnen den Weg weisen - gehen müssen sie ihn selber! Unsere Aufgabe wird schneller enden als wir es uns gedacht haben, aber schlussendlich wird dies im Sinne der Profezeiung passieren. Keiner weiß wieviel Zeit uns für unsere Aufgabe bleibt und wenn Du fragst, ob wir die richtigen Mentoren für die drei sind, dann versichere ich Dir: Ja! Wir sind die richtigen! Wir sind drei Freunde, genau wie unsere Schützlinge! Wir haben alle drei ein Schicksal, dass eng miteinander verknüpft ist und allein das sollte Dich überzeugen, meinst Du nicht?", war die wohl weiseste Antwort aus Korons Mund, die je über seine Lippen kam und mit der nicht einmal seine beiden Freunde gerechnet hatten. Sie schauten ihn an, als säße ein fremder vor ihnen und auf einmal wandelte sich das besorgte Gesicht von Nevagas zu einem verzerrten Grinsen. Ja es wirkte wie eine Grimasse und als ob das nicht schlimm genug gewesen wäre, gab es ein kleines *pfffft*, was im Zusammenhang mit dem Müffeln nur eins bedeuten konnte! Ein Furz! Das Gelächter musste im ganzen Tal zu hören gewesen sein, denn es war augenblicklich eine Stille zu spüren, die unter anden Umständen schon wieder gespenstig gewirkt hätte.

      Nach dem Essen hatten die drei jungen Freunde noch etwas Zeit für sich. Sie gingen in Ihr Zelt. Shakiru hatte sich zu Kyoshi auf die Liege in seinen Arm gelegt. Kyoshi streichelte ihre Hand und sie schlossen ihre Augen. Tako musterte das junge Paar und bekam etwas Sehnsucht nach seiner neuen Freundin. Wahrscheinlich kümmert sie sich gerade um Kyoshis Mutter oder spült das Geschirr. Wie lange würde er sie wohl nicht wieder sehen oder würde er sie überhaupt wiedersehen? Er wischte sich die Gedanken aus dem Kopf, indem er sich einen Laga-Apfel genehmigte, den er aus dem Tempel hat mitgehen lassen und summte dabei ein Lied, dass er irgendwo mal aufgeschnappt hatte. Sein Summen klang eher wie ein Knurren, aber es war amysant dabei zuzuhören.

      "Heya Leute!", quiekte Megora als sie ins Zelt stürmte. "Hoch mit Euch, es geht weiter!" Mit einer ausladenden Handbewegung Richtung Zeltausgang deutete sie den Weg, der unverzüglich genommen werden sollte und unverzüglich hieß natürlich nach dem Bürsten des etwas zerzausten Haares von Shakiru und dem Anlegen der Rüstung von Tako und Kyoshi. "So, ich hoffe ihr habt Euch ausgeruht.", meinte Nevagas sichtlich entspannter als noch vor einer Stunde. "Jetzt lassen wir einige taktische Elemente in den Kampf einfließen! Koron?!?", fuhr er fort und übergab das Wort an seinen Freund. "Ja, die Taktik kann über den gesamten Kampf entscheiden. Es ist gut viel Macht zu haben, aber noch besser ist es Macht und Taktik auszuspielen! Kyoshi greif mich an!", befahl Koron seinem Schützling. Kyoshi zögerte, entschied sich aber dennoch dem Befehl folge zu leisten. Er richtete seine Stangenwaffen auf und wollte loslaufen, doch seine Beine waren gafangen. "Was lernen wir daraus?", fragte Koron mit einem Lächeln im Gesicht, ohne aber die Antwort abzuwarten, begann er "Ein Nahkämpfer, der sich nicht bewegen kann ist geliefert!", schloss er ab.

      "Los greif mich erneut an!", sagte er wiederholt herausfordert und ging in Kampfstellung. Kyoshi erhob abermals seine Waffe und stürmte los. Dieses mal konnte er sich bewegen, aber er war langsam..sehr langsam. Keiner seine Hiebe konnte er ins Ziel bringen. Sein Mentor lächelte und wich jedem erneuten Versuch durch Kyoshi aus. "Stopp! Was lernen wir daraus?", dieses Mal antwortete Kyoshi bevor sein Mentor es tun konnte und sagte. "Ein langsamer Nahkämpfer ist auch geliefert!". "Sehr gut! Was ihr hier gesehen habt sind Fähigkeiten, die auf die eine oder andere Weise jeder von Euch ebenfalls besitzt und die auf Euch sowie auf Euren Gegner zutreffen. Sie schwächen den Gegner, können aber auch Euch schwächen! Darum ist Teamarbeit wichtig. Tako ist in der Lage diese Zustände zu entfernen. Auch Tränke vermögen dies, aber die Nebenwirkungen wären zu stark, als dass ihr diese ständig benutzen könntet.", verstanden? "Ja, jawohl Meister!", rutschte es aus Kysohi heraus, der sich augenblicklich auf die Lippe biss, in dem Glauben etwas unanständiges gesagt zu haben. Doch Koron lächelte und griff nach seinem Großschwert.

      Er raste auf Shakiru zu, drehte sein Schwert auf die Flache Seite und Schlug zu. Shakiru riss augenblicklich ihre Hände hoch und währte den Schlag ab. Kyoshi und Tako waren geschockt. Die Klinge klirrte, als würde sie auf Stein treffen, aber das tat sie nicht. Es gab nur Shakiru, die Waffe und eine unsichtbare Macht dazwischen. "Jeder von Euch hat eigene Schutzmechanismen, die sofern ihr bei der Sache seid, Euer Leben retten können. Bedenkt dabei aber, dass solch ein Schild eine Menge Kraft kostet und nicht ewig hält. Setzt diese Fähigkeit weise ein!", sagte Megora dieses Mal versucht belehrend zu wirken und hob symbolisch dabei ihre dünnen Wurstfinger. "Schränkt die Bewegungsfreiheit Eurer Gegner ein, Schockt sie und lasst Sie nicht an Euch heran kommen. Gegner, die Magie wirken können, müssen geblendet werden. Macht sie blind, denn ohne Fokus erreichen Ihre Zauber kein Ziel!", fügte Megora hinzu und drehte sich zu Nevagas.

      Er ergriff das Wort und fuhr mit der Unterweisung fort: "Tako kann Euch Schmerzen nehmen, Wunden heilen und besondere Zustände lösen. Er kann aber auch wiederbeleben was tot gelaubt ist! Diese Fähigkeit gehört zu den mächtigsten in unserer Welt. Leider besitzen diese auch unsere Gegner. Voraussetzung ist, dass die Seele an einen heiligen Ort gebunden ist und nach dem Tot nicht aufsteigen kann. Nur so ist das Wiederbeleben möglich. Dabei heilt er zuerst den Körper und ruft dann die Seele zurück in die tote Hülle. Augenblicklich steht ihr wie aus einem tiefen Schlaf wieder auf. Es dauert eine Zeit, bis ihr Euch wieder uneingeschränkt aufrichten könnt, denn soetwas kostet dem Körper imense Kräfte. Tako kann auch aus eigene Kraft aufstehen, selbst wenn er getötet wurde. Auch hier gilt, alles was Kräfte raubt, kann nur begrenzt angewand werden!".

      Shakiru und Kyoshi schauten Tako an, der sich seiner Aufgabe zwar bewusst war, aber nicht seiner Verantwortung, die er offenbar zu tragen hatte. Er war der Fels in der Brandung, der stehen musste, wenn es ernst werden würde. Würde er mit dieser Last zurecht kommen? Seine Gedanken drehten sich wie wild um jenes, was passieren könnte. Nevagas merkte das und bevor die Angst von Tako Besitz ergreifen konnte, drehte der Mentor sich blitzartig um ließ mit einer gleitenden Handbewegung Blitze auf Tako regnen, als wolle er ihn einäschern. Tako sakte kurz zusammen, doch richtete sich unverzüglich auf und begann sich zu heilen. Nevagas verstärkte seine Angriffe, doch er schien gar nicht mehr durchzukommen, denn Tako heilte sich scheinbar schmerzfrei und unverletzt weiter. Vom Eifer ergriffen, schickte nun auch Megora einige Flüche auf den jungen Schugo, der unbeirrt und mit Scheinbar wachsender Kraft seinen Körper stärkte. Als nun auch noch Koron auf Ihn einschlagen wollte, griff Kyoshi ein und legte ihn in mentale Fußfesseln, wodurch er augeblicklich gestoppt wurde und offenbar sein Verlangen auf Tako einzuschlagen ebenfalls.

      Nur Megora und Nevargas schienen es wissen zu wollen und ließen nicht ab von Tako, der sich tapfer, aber langsam schwächer werdend, dieser Herausforderung stellte. Jetzt war es Zeit für Kyoshi und Shakiru ihrem Freund zu helfen. Shakiru wollte Megora nicht weh tun und bediente sich eines Zaubers, der sie nach der Wiedergeburt schon lange gereizt hatte und verwandelte ihre Mentorin in eine Vogelscheuche. Kyoshi hingegen entschied sich ohne großes Nachdenken für eine etwas härtere Antwort auf diesen Angriff und ließ seine mentale Stärke in seine Waffe gleiten. Sie zitterte vor Energie, die er durch einen Schlag auf den Boden entlud und eine mächte Erdbebenwelle schuf, die den Boden zerborsten lies und seine Mentoren umwarf. Der Spuk war vorbei. Tako war stolz, wenn auch geschafft. Die drei Mentoren blieben einfach liegen. Kysohi meinte etwas wie "Aua, mein Steißbein!", vernommen zu haben und musste schmunzeln. "Jetzt hast Du es mir aber gegeben, was?", sagte Megora scheinbar eingeschnappt von der Art des Angriffs, den Shakiru für ihre Mentorin gewählt hatte. "Ja, sicher!", feixte Shakiru. "Eine Verwandlung zur bewegungslosen Prinzessin gehört leider nicht zu meinen Fähigkeiten!", fügte sie schnell hinzu, als sie merkte, dass ihre Mentoren etwas rumbockte, woraufhin sie zufrieden - höchst zurfrieden - meinte: "Brauchst Du auch nicht.. ich sehe bereits aus wie eine Prinzessin!" und bekräftigte dies mit einer übertriebenen Handbewegung, als würde sie eine Krone auf dem Haupt zurechrücken.

      -Fortsetzung folgt-

      The post was edited 1 time, last by [NICK]souliii ().

    • Die Prophezeiung - der Auftrag


      Sie hatten sich wieder ans Feuer begeben und gingen diverse taktische Züge durch, wobei Koron offenbar die meiste Erfahrung darin hatte. Er hatte erzählt, dass er immer wieder im Krieg gegen die Balaur als Taktischer Offizier im Einsatz war und Festungskämpfe erfolgreich beenden konnte. Er berichtete von Balaur-Kämpfern, die es mit ganzen Alianzen von Eloyes aufgenommen hatten. Erst seitdem überall Obeliske, an denen die Seelen der vielen Mitstreiter gebunden werden konnten, errichtet wurden und Kiske , eine mobile Variante der Obeliske, geschaffen wurden, hatte das Massensterben ein Ende und die meisten gefallenen Lanzleute wurden nach jedem Kampf zurück ins Leben geholt. Seither konnten viel mehr Verbündete für den Kampf gegen die Balaur gewonnen werden.

      Besonders Kyoshi und Shakiru hatten sich eines ganz besonders eingeprägt: "Enge den Handlungsspielraum Deines Gegners ein, zwinge ihn seine Reserven aufzubrauchen, ohne Dich in größere Gefahr zu bringen und warte auf die passende Gelegenheit, Deinen Angriff zum Abschluss zu bringen!". Das schien der Leitfaden für erfolgreiche Kämpfe zu sein. In Gedanken spielten sie es immer wieder durch. Ja, sie arbeiteten ganze Schlachtpläne im Kopf aus, wie sie gegen die verschiedensten Feinde vorgehen könnten. Es machte ihnen Spaß, wollte man meinen, denn auch als sie eine Pause machten, sprachen Sie darüber.

      Tako hingegen schien in sich gekehrt. Er hatte seine Augen geschlossen. Wenn man ihm näher kam, hatte man das Gefühl, einem würden sich die Nackenhaare aufstellen. Es kribbelte, als würden hunderte von Ameisen über dem Körper laufen. Nevagas meinte, es wäre pure Energie, die ihn durchfließt und die ihn umgibt. Er konzentrierte sich nur auf seine mentalen Fähigkeiten und je länger er das tat, je stärker schien die Aura um ihn herum zu werden. Nevagas meinte, dass er noch nie solche Energien gespürt habe und es wahres Glück sei, ein solch mächtigen Heiler an ihrer Seite zu haben.

      Die Dämmerung brach herein und mit der Dämmerung kam die Kälte. Das Feuer spendete Wärme. Megora hatte geschmorte Knepeks bereitet. Das waren kleine wirbellose Schalentiere, die sie im Fluss im Tal gefunden hatte. Mit etwas Salz schmeckten sie vorzüglich. Keiner konnte wirklich beschreiben nach was, aber das war auch nicht wichtig. Dazu gab es ein wenig Met, den Koron selber gemacht hatte. Der Honigwein schmeckte sehr süß und der Alkohol tat sein Übriges. Die Stimmung war gelassen und herzlich. Megora hatte über ihre Jugend gesprochen. Sie hatte es nicht leicht. Ihr Vater hatte sie und ihre Mutter nach der Geburt allein gelassen. Ihre Mutter wurde als Megora 4 Jahre alt war, von Asmodiern vergewaltigt und geschunden. Ihr Gesicht und ihre ganzer Körper war mit tiefen Wunden versehen. Megora musste alles mit ansehen. Ihre Mutter hat dies nicht überlebt. Sie hatte Tränen im Gesicht, als sie es erzählte. Sie wurde von einem Miraju-Templer aufgenommen, der sie aufgegriffen hatte und zog sie auf, als wäre sie seine eigene Tochter. Sie hatte sich damals geschworen, gegen das Böse zu kämpfen.

      Sie verabschiedeten sich und gingen schlafen. Shakiru hatte sich zu Kyoshi gelegt. Sie wollte an diesem Abend nicht alleine schlafen. Arm in Arm lagen sie da. Kyoshi spürte den waren Atem seiner geliebten Shakiru auf seinem Hals und würde nicht zulassen, dass ihr jemand diese Frau nehmen oder verletzen würde. Sie war ein Teil seines Leben geworden, zu einem Teil auf den er nicht mehr verzichten konnte. Sie schliefen ein.. jeder für sich.. aber nicht allein.. drei Freunde, die füreinander sterben würden. Drei Freunde, die sich aufeinander verlassen konnten. Mit diesem Wissen war es leichter zu ertragen, was das Schicksal auch immer mit ihnen vorhatte.

      -Fortsetzung folgt-
    • Die Prophezeiung - der Auftrag

      -Fortsetzung-

      Shakiru war schon lange wach und sah ihren Freund Kyoshi zu, wie er schlief. Er wirkte so friedlich und zufrieden als er so dalag. Ihre Hand lag auf seiner Brust und sie fühlte sein Herz schlagen. Sie hat sich selten so wohl gefühlt. Die Geborgenheit ließ sie vergessen, wo sie sich befanden und warum sie dort waren. Zumindest für diesen Augenblick war sie glücklich und wäre nirgendwo lieber als in diesem Moment genau hier, an der Seite von Kyoshi.

      Tako wurde wach und sah sich mit zusammengekniffenen Shugoaugen um. Als er Shakiru erblickte ließ er sich wieder in sein Kissen sinken und murmelte etwas wie "Morg'n". "Na Du, gut geschlafen?", flüsterte sie ihm zu. "Ja, aber ich habe Hunger!", antwortete er jetzt verständlicher und mit beiden Händen seinen Bauch reibend. "Du denkst immer nur ans Essen!", feixte Shakiru. "Und Du nur an Kyoshi!", gab er mit einer gewissen Genugtuung zurück. "Das stimmt!", antwortete sie mit einer übetrieben wirkenden Stimme, wie ein verliebtes Mädchen zurück. Auch Kyoshi war jetzt wach geworden. Er sagte nichts. Er sah Shakiru nur an und streifte ihr eine Sträne aus dem Gesicht, als sie sich zu ihm wandte. Sie gab ihm einen Kuss und flüsterte in sein Ohr "Guten Morgen mein Schatz!", was ihm offenbar gefallen hatte, denn er bekam Gänsehaut und hätte, wären sie alleine gewesen... doch dieser Gedankengang wurde erprobt unterbrochen.

      "Guten Morgen ihr Schlafmützen!", rief die gut gelaunte Megora, als sie ohne Vorankündigung das Zelt betrat. "Lasst uns Frühstücken! Heute gibt es viel zu tun und dafür solltet ihr gestärkt sein!", fügte sie eher beiläufig hinzu, als sie Takos Sachen aufhob, die überall verstreut lagen. "Was ist das denn für eine Ordnung?!?", gnatzte sie Tako an, der nur mit einem Schulterzucken antwortete und Megora eine Manatraube als Wiedergutmachung reichte. Sie griff zu und grinste, während sie die süße Frucht verspeiste. Sie machten sich frisch, verließen das Zelt und trafen auf Ihre Mentoren, die offenbar schon warteten. "Guten Morgen.", wünschten Koron und Nevagas, als alle Platz genommen hatten. Koron hatte heute Sylphen-Eier bereitet, Megora ein Brot gebacken und Nevagas frisch gepressten Lavafruchtsaft. Sie kümmerten sich wie Eltern um Ihre Schützlinge, dabei waren sie teils kaum älter als sie selber.

      "Wir haben einen Auftrag erhalten, der ein gutes Trainig für Euch sein wird!", sagte Nevagas, als er aufgekaut hatte. Die drei Freunde sahen sich überrascht an, sagten aber nichts. "Ihr werdet heute eine Quelle zurückerobern, die für uns strategisch wichtig ist. Sie wurde von Balaur eingenommen. Nach unseren Informationen, wird sie nur schwach bewacht, aber ihr dürft sie nicht unterschätzen. Es geht los, sobald ihr fertig seid!", fügte er hinzu und nahm mit einem Stück Brot die Reste seines Eies vom Teller auf und schob es sich zufrieden in den Mund. "Aber ist das nicht ein bisschen voreilig uns auf solch eine Mission zu schicken?", fragte Tako etwas beunruhigt wirkend. "Nein! Wir werden Euch begleiten und im Notfall einschreiten. Allerdings gehen wir nicht davon aus, dass dies notwendig sein wird!", sagte Koron und lächelte, als würde er diese Frage nicht nachvollziehen können.

      Sie hatten gespeist, ihr Feldbesteck sowie Geschirr gereinigt und ihre Rüstungen und Waffen angelegt. Nevagas reichte Ihnen eine Schriftrolle, die nach dem Aussprechen des darauf befindlichen Zaubers schnellere Angriffe ermöglichen sollte. Da dieser Zauber zeitlich begrenzt war, sollte er erst direkt vor dem Angriff ausgeführt werden. Sie machten sich auf den Weg. Alt so weit hatten sie es nicht. Nach einem einstündigen Fußmarsch erreichten Sie eine Lichtung. Koron deutete mit einer Handbewegung, dass alle in Deckung gehen sollten. "Schaut da drüben ist es!", wies er mit dem Finger auf eine wie ein Brunnen wirkende Vorrichtung. "Es sind 5 Balaur. Ihr sollten Euch als erstes um den Magier und den Bogenschützen kümmern. Shakiru legt eine Schlafwolke, Kyoshi geht sofort auf den Magier und schickt ihn zusammen mit Shakiru an seinen Seelenbindepunkt zurück, anschließend den Bogenschützen. Achtet darauf, dass ihr vorsichtig und schnell vorgeht und die anderen nicht aufweckt! Anschließend könnt ihr Euch richtig austoben. Flächenschaden auf die Krieger sollte den Auftrag zum Abschluss bringen. Tako kümmert sich wieder um Verletzungen, aber ich denke das ist klar.", fügte er seinen Ausführungen hinzu.

      "Nehmt jetzt Eure Schriftrollen zur Hand und nutzt sie!", sagte Nevagas. Sie kamen der Aufforderung nach und schlichen sich an die Quelle seitlich heran, wobei Shakiru links herum und Kyoshi sich von Rechts den Balaur näherten. Kyoshi schoss aus dem Gebüsch in Richtung Quelle. Abgelenkt davon, sprach Shakiru den Zauber, der augenblicklich die 5 Feinde in einen tiefen Schlaf versetzte. Kyoshi ging sofort auf den Magier los. Geschickt schwang er seine Hellebarde und stärkte jeden Schlag mit Magie, was tiefe Wunden im Fleich des Balaur verursachte. Shakiru sprach einen Zauber, der wie eine Eislanze den Magier durchbohrte und ihn zusammensacken lies. Anschließend gingen sie auf den Bogenschützen los. Der erwachte aus seinem Tiefschlaf und schoss Magiegetränkte Pfeile mit seinem Bogen auf Kyoshi, der kurz bewegungsunfähig vor Schmerzen war, doch Tako griff sofort ein und versorgte blitzschnell seine Wunden. Kyoshi übertrug seine mentale Stärke auf seine Waffe und ließ sie im Körper des Balaur entweichen, der auf der Stelle tot war.

      Jetzt stellte er sich inmitten der letzten Angreifer und drehte sich samt Stangenwaffe wie ein Kreisel. Er entzog ihnen Lebenskraft und machte sie sich zunutze, während Shakiru brennende Steinbrocken auf die Angreifer schleuderte. Regelrecht zerfetzt, sackten die Leblosen Körper der Balaur zusammen. Sie hatten es geschafft. Der Auftrag war erledigt. Die Mentoren verließen ihr Versteck und klatschten. Nevagas aktivierte die Quelle und ein Strom von Energie durchdrang die Körper der 6 durch Glücksgefühle benommenen Freunde. Es war ein berauschendes Gefühl, das von der Quelle ausging. Sie fühlten sich hellwach und gestärkt. Jetzt war klar, warum diese Quelle so wichtig für die Elyos war. "Guuuuhuuuut gemaaaaaaacht!", sang Megora zu einer vollkommen unpassenden Melodie. "Ja, wirklich gut" und "Super!", pflichteten Nevagas und Koron bei. Koron stupste mit seinem Fuß gegen die leblosen Körper. "Wir müssen sie durchsuchen.", sagte er und beugte sich über den Magier. "Bei den Balaur sind Magier häufig die Befehlshaber. Sie gehören zu den intellligentesten ihrer Rasse.", fügte er hinzu. Er zog ein Schriftstück aus einer seiner Taschen und gab es Navagas, der es vermochte die sonderbaren Schriftzeichen zu lesen:

      Quellen gesichert
      Angriff kann erfolgen
      Krieger sammeln sich auf der Dredgion
      warten auf Angriffsbefehl

      Wachposten Nakgnet


      "Wovon schreiben die da?", fragte Megora entsetzt. "Sie wollen etwas angreifen!", meinte Nevagas und sah dabei Koron an. "Sie wollen den Altar einnehmen! Alles andere macht keinen Sinn! Wenn sie den Wächtergeneral töten, haben sie ihr Ziel erreicht! Dann bleibt uns der Zutritt zur Silentera-Schlucht verwährt und ihr könnt Eure Profezeiung nicht erfüllen. Wir müssen etwas unternehmen, bevor es zu spät ist!". Er senkte den Kopf und sah sich die toten Balaur an. "Wir müssen den Angriff abwehren, komme was wolle..."

      -Fortsetzung folgt-

      The post was edited 1 time, last by [NICK]souliii ().

    • Die Prophezeiung - der Angriff

      Shakiru zitterte am ganzen Leib.Es war pure Angst, die Besitz von Ihr ergriffen hatte, als Sie erfuhr, dass ein großer Angriff bevor stand und sie diejenigen waren, die ihn abwehren mussten.Kyoshi nahm ihre Hand, zog sie an sich heran und legte seine Arme um sie. "Wir schaffen das, hab keine Angst.", flüsterte er ihr ins Ohr, während er sie fest an sich drückte. "Meinst Du, wir sind dieser Aufgabe gewachsen? Wir wissen doch gar nicht, wieviele von denen uns angreifen werden und wann sie es tun?!", entgegnete Sie verunsichert. "Ich bin mir ganz sicher, dass wir den Altar beschützen können!", antwortete er mit fester Stimme. "Er hat recht!", fügte Megora hinzu. "Sonst würde die Prophezeiung keinen Sinn ergeben. Diese Aktion ist eine erforderliche Handlung, die auf dem Weg zur Erfüllung der Prophezeiung liegt. Würde diese Handlung Eurer Vorhaben ernsthaft gefährden wäre Sie Bestandteil der Prophezeiung selbst.", versuchte sie mit nachdenklicher Miene die Situation zu entspannen.

      Shakiru schien der Logik folgen zu können und beruhigte sich etwas. Tako war erstaunlich gefasst. Es schien so, als würde er immer ruhiger zu werden, je gefährlicher die nächste Mission zu werden drohte. Er stand einfach nur da und sah seine Freunde an. "Wir müssen sofort aufbrechen. Wir wissen nicht, wieviel Zeit uns bleibt!", sagte Kronos mit sanfter Stimme, aber mit nachdrücklicher Miene. Sie machten sich auf den Weg. Der Altar war nur einen kurzen Fußmarsch entfernt und die Macht der Quelle war noch deutlich zu spüren. Kronos kündigte ihre Ankunft an, indem er einfach nur "Schnell, lasst uns herein! Ein Angriff steht bevor!" brüllte. Das Tor öffnete sich und 3 hochrangige Offiziere begrüßten die Ankömmlinge, beunruhigt von der soeben vernommenen Nachricht. Sie gingen ins Innere des Altars und erklärten die Vorfälle der letzten Minuten. Der wachhabende Offizier übergab offiziell das Kommando an Kronos, der die wenigen Wachposten instruierte.

      Stunden vergingen... sie hatten ihre Strategie durchgesprochen. Jeder wusste was er zu tun hatte, wenn der Angriff kommen würde. Das Warten nagte an den Gemütern, bis auf einmal ein Brüllen von der Nordmauer die Stille durchbrach. "Sie kommen!", schallte es zwischen den hohen Mauern hin und her. Alle griffen zu Ihren Waffen. Kronos aktivierte das Ätherfeld, dass den gesamten Altar umgab und wie ein Schutzschild vor Eindringlingen schützte. Es blieb nur der Weg durch die massiven Tore. Die Templer stellten sich in die Mitte des Altars. Es gehörte zur Strategie, die sie in der Kürze der Zeit ausgearbeitet hatten. Sie war komplett auf einen schnellen und heftigen Angriff in einer Welle ausgerichtet. Nun würde sich zeigen, ob Kronos Recht behalten würde. Die Balaur erreichten das Ätherfeld. Die ersten Balaur versuchten hindurchzuschreiten und verbrannten auf der Stelle zu Staub. Auch sie hatten nun gemerkt, dass nur der Weg durch die gepanzerten Tore blieb und schossen mit Belagerungswaffen auf den harten Stahl. Das Material wurde immer heißer, knarkste und quiekte, doch es hielt stand - noch.

      Die Templer meditierten, erreichten ein höheres Bewusstsein, in dem sie viel widerstandsfähiger waren. Sie verliehen den jungen Freunden einen unsichtbaren Schild. Kronos trat durch das Ätherfeld, wodurch er nun angreifbar wurde. Auch Kyoshi, Shakiru und Megora taten dies. Sie wurden auf der Stelle angegriffen, doch sie erlitten keine Wunden. Der Schild forderte einen hochen Preis. Die Templer erlitten tiefe Wunden, die eigentlich nicht für sie bestimmt waren. Doch sie standen wie uralte, tiefverwurzelte Bäume - Regungslos und konzentriert. Tako und Nevargas stellte sich zwischen sie und begann sie zu heilen. Ihre Wunden heilten sobald sie auftraten. Kronos gab den Befehl zum Angriff, woraufhin Kyoshi und er selber in die Menge stürmte und ihre Waffen geschickt gegen die Angreifer einsetzten. Kronos gab ein Zeichen und wie aus dem Nichts warf eine unheimlich starke Erdbebenwelle die Angreifer um. Megora und Shakiru nutzen die Gelegenheit, starrten Richtung Himmel und beschwörten Kometenschauer, die unaufhaltsam auf die Balaur niederschmetterten.

      Es lag eine unheimliche Macht in der Luft. So stark, dass sie sich zwischen den kleinen Härchen auf der Haut endlud und kleine Blitze bildeten. Die Körper waren hell erleuchtet. Wie eine grelle Aura umschloss sie die magische Kraft. Die Templer, konnten das Schild nicht länger aufrecht erhalten und taten das, was für diesen Fall vorgesehen war. Sie liefen in die Menge und kämpften. Auch Tako und Nevargas hatten das Ätherfeld verlassen. Mächtige Heilzauber gingen von ihnen aus, die sich wie eine Welle ausbreiteten und ihre verbündeten heilten. Ein Balaur nach dem anderen verließ die Dredgion um sich dem Kampf anzuschließen. Megora gab ein Zeichen in Richtung von Shakiru. Sie würden ihre Kraft nun bündeln. Der Brigadekantor verlieh ihnen verschiedene Unterstützungszauber. Sie waren nun stärker und schneller als jemals zuvor. Sie schützen sich mit einem unsichtbaren Schild, stellten sich inmitten der Menge und konzentrierten sich auf ihr Vorhaben.

      Blitze zuckten aus Ihren Händen und Kugeln - erst schwach, dann zu einem gleißenden Licht anschwellend. Megora war die erste, die die Kontrolle über die Macht verlor und ließ sie entweichen. Es war eine unvorstellbare Welle von Enegie, die die Balaur im direkten Umfeld zu Staub zerbröseln ließ. Doch die Balaur rückten sofort nach und wieder war Kyoshi und Kronos, zusammen mit den Templern mitten im Gefecht. Shakiru aber konzentrierte sich noch immer. Der Energieball hatte längst nicht mehr die Form einer Kugel, eher eines riesigen Kraken, der inzwischen über den Altar hinweg ragte. Sie richtete sich auf, hob ihre Hand und ließ die unvorstellbare Kraft ausbrechen. Die Energie hatte sie umgeworfen, die Balaur zerfielen zu Staub. Andere, die es mit angesehen hatten und die Energiewelle unaufhörlich auf sie zurasen sahen quiekten vor Angst und liefen so schnell sie konnten. Doch es war aussichtlos. Auch sie zerfielen in Asche. Die Dredgion setzte sich in Bewegung und verließ das Schlachtfeld.

      Shakiru schaute ihr ungläubig hinterher. Sie lag noch auf dem Boden. Vollkommen erschöpft und mit einem nie dagewesenen Kribbeln im Körper. Sie hatte Nasenbluten, doch sonst schien alles in Orndung zu sein. Kyoshi hatte sich aufgerichtet und auch die anderen gingen auf Shakiru zu. "Alles OK Schatz? Du blutest?!", fragte Kyoshi beosrgt. "Ja, ich denke schon.", sagte sie mit zitternder Stimme. "Niemand ist gestorben und wie es aussieht, haben wir die nicht getöteten Balaur vertrieben. Oder vielmehr Du hast sie vertrieben, Shakiru!", sagte Kronos sichtlich beeindruckt. "Ja, solch einer Macht kann ich nicht mal im Ansatz das Wasser reichen!", fügte Megora hinzu, die den Kopf dabei senkte. "Wenn es jemand geschafft hat, dann wir alle!", sagte Shakiru, als sie sich mit Kyoshis Hilfe aufrichtete. "Es war ein toller Plan, mit unglaublich starken Persönlichkeiten dahinter! Wir alle haben es geschfft!".

      Sie jubelten und feierten ihren Sieg trotz des bitteren Beigeschmacks den die drei Freunde hatten, denn sie wussten dass dies nur der Anfang einer beschwerlichen Reise sein würde, die sie schon sehr bald beschreiten müssten... allein und ohne Hilfe ihrer Mentoren oder andere mächtige Persönlichkeiten. Für diesen Abend wollten Sie es einfach ausblenden. Sie aßen, tranken, tanzten und machten Späße bis in den nächsten Morgen hinein. Erschöpft und zufrieden ließen Sie sich in ihren vorübergehden Gemächern nieder, die ihnen für die Nacht zur Verfügung gestellt wurden. Sie schliefen fest und tief, jeder für sich und doch nicht allein.

      -Fortsetzung folgt-

      The post was edited 1 time, last by [NICK]souliii ().